Europas Investmentfonds haben im zweiten Quartal 2026 deutlich an Volumen gewonnen. Das Nettovermögen von Publikumsfonds der Kategorien UCITS und Alternative Investmentfonds (AIF) stieg nach Angaben der European Fund and Asset Management Association (EFAMA) um 8,4 Prozent auf 27,51 Billionen Euro. Zugleich verzeichneten börsengehandelte Fonds (ETFs) Rekordzuflüsse.
Insgesamt flossen den UCITS- und AIF-Fonds im zweiten Quartal netto 267 Milliarden Euro zu, nach 282 Milliarden Euro im ersten Quartal. Davon entfielen 245 Milliarden Euro auf UCITS-Fonds und 21 Milliarden Euro auf AIFs. Langfristig ausgerichtete Fonds kamen auf Nettozuflüsse von 223 Milliarden Euro.
Besonders gefragt waren Anleihefonds, die 94 Milliarden Euro einsammelten. Im ersten Quartal waren es 69 Milliarden Euro gewesen. Multi-Asset-Fonds verzeichneten Zuflüsse von 58 Milliarden Euro nach 43 Milliarden Euro im Vorquartal. Bei Aktienfonds gingen die Zuflüsse dagegen von 90 auf 46 Milliarden Euro zurück.
Bei UCITS-ETFs wurden mit 117 Milliarden Euro die bislang höchsten Nettozuflüsse innerhalb eines Quartals registriert. Die Entwicklung signalisiere eine robuste Nachfrage der Anleger, erklärte EFAMA-Datenanalyst Hailin Yang.
Nachhaltigkeitsfonds nach Artikel 9 der EU-Offenlegungsverordnung SFDR verzeichneten dagegen erneut Abflüsse von netto 0,3 Milliarden Euro. Artikel-8-Fonds kamen auf Zuflüsse von 86 Milliarden Euro, vor allem aufgrund der Nachfrage nach Anleihe- und Geldmarktfonds.
Auch private Haushalte investierten stärker in Fonds. Im ersten Quartal 2026 beliefen sich ihre Nettofondsakquisitionen auf 98 Milliarden Euro, nach 68 Milliarden Euro im Schlussquartal 2025. Besonders hohe Käufe wurden in Deutschland, Spanien, der Schweiz, Belgien und Italien registriert. (DFPA/abg)
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Die European Fund and Asset Management Association (EFAMA) ist der europäische Branchenverband der Fonds- und Asset-Management-Industrie mit Sitz in Brüssel. Der 1974 gegründete Verband vertritt nach eigenen Angaben 29 nationale Verbände, 47 Asset-Management-Gesellschaften und 30 assoziierte Mitglieder, deren verwaltetes Vermögen rund 33 Billionen Euro beträgt. EFAMA befasst sich unter anderem mit der europäischen Fondsregulierung, Kapitalmarktunion und nachhaltiger Finanzierung, vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Politik und Aufsichtsbehörden und veröffentlicht Branchenanalysen und Marktdaten.