Auch nach dem Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas setzen zahlreiche europäische Pensionsfonds ihre Rückzüge aus Unternehmen mit Verbindungen zur israelischen Regierung fort. Nach Angaben der Fachplattform US-amerikanischen Informationsplattform Pensions [&] Investments wollen mehrere große Fonds ihre Divestments aus ethischen und ESG-Gründen beibehalten – unabhängig von einer politischen Entspannung in der Region.
So trennte sich der norwegische Staatsfonds Government Pension Fund Global von Caterpillar-Aktien, deren Bulldozer in den palästinensischen Gebieten eingesetzt worden sein sollen. Auch fünf israelische Banken wurden wegen mutmaßlicher Verstöße gegen internationales Recht ausgeschlossen. Ähnliche Schritte gingen der niederländische Fonds ABP sowie die dänischen Pensionskassen AkademikerPension und Pædagogernes Pension, die unter anderem Beteiligungen an Airbnb, Booking.com und Motorola auflösten.
Die Fonds betonen, dass ihre Entscheidungen keine Unterstützung der internationalen BDS-Bewegung (Boycott, Divestment and Sanctions) darstellten, sondern auf internen Richtlinien zu Menschenrechten und verantwortungsvollem Investieren basierten. Aktivistengruppen wie „LGPS Divest“ in Großbritannien fordern derweil weitere Rückzüge öffentlicher Fonds aus Unternehmen mit mutmaßlichen Bezügen zu israelischen Militäroperationen. (DFPA/abg)