"Fondspolicenreport ETF" veröffentlicht
Mit dem „Fondspolicenreport ETF/Passiv“ legt die Hamburger Beratungsboutique Smart Asset Management Service (sam) erstmals eine eigenständige und umfassende Analyse zum ETF-Angebot in fondsgebundenen privaten Rentenversicherungen vor, die die seit fünf Jahren regemäßig erscheinenden Ausgaben „Classic“ und „Nachhaltigkeit“ ergänzt.
Die Untersuchung, die gemeinsam mit dem Institut für Vermögensaufbau (IVA) erstellt wurde, vergleicht zwanzig wichtige Tarife aus Beratersicht – ausschließlich nach der Investmentqualität der jeweils angebotenen passiven Fonds beziehungsweise ETF. Das Ergebnis zeigt erhebliche Unterschiede zwischen den Anbietern und verdeutlicht, wie entscheidend die Qualität des ETF-Angebots dafür ist, ob und wie sich für unterschiedliche Kundentypen effiziente und solide Portfolios zusammenstellen lassen.
„In den vergangenen 18 Monaten hat sich das quantitative ETF-Angebot in Fondspolicen zwar erkennbar erweitert. Dennoch bestehen in der Breite große Lücken in den angebotenen Anlageklassen – insbesondere auf der Anleihenseite, wo weniger als 20 Prozent der auswählbaren Fonds ETF sind“, sagt Thorsten Dorn, Geschäftsführer von sam. „Gerade für ausgewogen oder defensiv ausgerichtete Anlegerprofile fehlen damit zentrale Bausteine für eine ausgewogene Portfoliostruktur. Wer im Wettbewerb mit kostengünstigen Direktinvestments bestehen will, muss die Auswahl an ETF deutlich verbessern und im Sinne der Anlageklassen breiter aufstellen.“ Die besten Ergebnisse in der Gesamtsicht erzielen Liechtenstein Life, Alte Leipziger, Swiss Life, LV1871, InterRisk und Stuttgarter mit einem „Top-Rating“ und mindestens 80 Prozent der maximal erreichbaren Punktzahl. Weiterhin sehr gute Ergebnisse erzielen HDI, Allianz, Condor, Helvetia und Volkswohl Bund mit einem „Best-Rating“ und mindestens 70 Prozent der maximal erreichbaren Punktzahl.
Die Analysen zeigen, dass sich die Abdeckungsquoten der wesentlichen Kern- und Satelliten-Assetklassen zwischen den Tarifen zum Teil stark unterscheiden. Während einige Anbieter wie die Alte Leipziger, InterRisk oder Liechtenstein Life eine teilweise vollständige Besetzung definierter Anlageklassen ermöglichen, fehlen bei anderen Anbietern wichtige Segmente, etwa aus den Bereichen Renten und Anleihen. Das hat direkte Auswirkungen auf die Portfolioqualität. In einigen Tarifen ist es nicht möglich, für Kundenprofile – insbesondere defensiv und ausgewogen – eine Strategische Asset Allokation (SAA) ausschließlich auf ETF-Basis umzusetzen. „Dies ist gerade vor dem Hintergrund sich verändernder Lebensphasen von Kunden und vor allem wohlverhaltensrechtlicher Anforderungen der BaFin problematisch und sollte unbedingt nachgebessert werden“, so Dorn.
Ein weiterhin zentrales Ergebnis: Im Vergleich erzielen gemischte Portfolios, die neben ETF auch aktive Fonds einbeziehen, höhere Renditeerwartungen als reine ETF-Portfolios. Der Grund besteht einerseits darin, dass die Investition in Marktindices keine Überrendite zulässt, andererseits aber auch darin, dass die Auswahlbreite, insbesondere in Anlageklassen im ETF-Bereich, bisher nur eingeschränkt verfügbar ist. (DFPA/mb)
Zum „Fondspolicenreport ETF/Passiv“
Die Smart Asset Management Service GmbH ist eine Beratungsboutique mit Sitz in Hamburg, die sich auf die Analyse fondsgebundener Versicherungspolicen und Investmentdepots spezialisiert hat.