Die Inter-Amerikanische Entwicklungsbank (IDB) hat ihren ersten Amazonia-Bond begeben, um soziale und ökologische Entwicklungsprojekte in der Amazonasregion zu finanzieren. Die 100-Millionen-US-Dollar-Emission, die während der Klimakonferenz COP30 in Brasilien präsentiert wurde, Teil von „Amazonia Forever“, einem regionalen Programm der IDB für den Schutz und die nachhaltige Entwicklung der Amazonasregion.
Der fünfjährige Bond mit einem Kupon von 3,802 Prozent folgt neuen Leitlinien, die die IDB gemeinsam mit der Weltbank entwickelt hat und die klare Kriterien für Mittelverwendung, Wirkungsbericht[-]erstattung und Transparenz festlegen. Die Erlöse sollen Projekte fördern, die lokale Lebensgrundlagen stärken, wirtschaftliche Resilienz erhöhen, nachhaltige Forstwirtschaft unterstützen und Biodiversität schützen.
IDB-Präsident Ilan Goldfajn sprach von einem „neuen Kapitel in der nachhaltigen Finanzierung“ und betonte, die Anleihe solle privates Kapital mobilisieren und anderen Emittenten als Vorlage dienen. Auch Brasilien prüft nach Angaben der Bank, eigene Anleihen nach dem neuen Rahmenwerk aufzulegen. (DFPA/abg)
Die Inter-Amerikanische Entwicklungsbank (IDB) ist die wichtigste multilaterale Finanzierungsinstitution für Entwicklungsprojekte in Lateinamerika und der Karibik. Seit ihrer Gründung im Jahr 1959 hat sie das Ziel, Armut zu verringern, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung zu fördern und soziale Gerechtigkeit sowie die regionale Integration zu stärken. Die Bank stellt Regierungen sowie anderen öffentlichen und privaten Akteuren Finanzierungen, Fachwissen und innovative Lösungen zur Verfügung, um zentrale Herausforderungen wie Klimawandel, soziale Ungleichheiten und den Zugang zu Bildung und Gesundheit anzugehen. Mit 48 Mitgliedsstaaten arbeitet die IDB eng mit nationalen, internationalen und privaten Partnern zusammen, um die Entwicklungsziele in der Region möglichst wirkungsvoll umzusetzen.
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