Das Frankfurter Impact-Investing-Haus Invest in Visions hat einen neuen europäischen Langfristfonds (ELTIF) zur Finanzierung netzunabhängiger Solarlösungen in Subsahara-Afrika aufgelegt. Der „IIV Solar Electrification Debt ELTIF“ ist der erste seiner Art und steht sowohl institutionellen als auch privaten Anlegern offen. Ziel ist es, den Zugang zu bezahlbarer und sauberer Energie in einer der am stärksten von Energiearmut betroffenen Regionen der Welt zu verbessern.
Der Fonds investiert in Unternehmen, die Photovoltaiktechnologien für Mini-Grids, gewerbliche Anlagen und produktive Energienutzung bereitstellen. Neben der ökologischen Wirkung strebt der Fonds auch wirtschaftliche Impulse in den Zielländern an – etwa in Kenia, Ghana und Ruanda. Dabei werden besicherte und unbesicherte Darlehen vergeben.
Der Fonds ist in beiden Anteilsklassen (Retail/Institutionell) verfügbar. In den R-Klassen ist keine Mindestanlage nötig, in den I-Klassen beträgt diese 100.000 EUR. Alle Anteilsklassen sind für Privatanleger und institutionelle Anleger offen.
Begleitet wird der Fonds vom lokalen Partner Africa Enterprise Challenge Fund (AECF), der bereits in über 26 Ländern der Region tätig ist. Die Einstufung als Artikel-9-Produkt gemäß EU-Offenlegungsverordnung unterstreicht den Nachhaltigkeitsanspruch. Der Fonds zahlt unter anderem auf die UN-Ziele für saubere Energie (SDG 7), Klimaschutz (SDG 13), menschenwürdige Arbeit (SDG 8) und Gleichstellung (SDG 5) ein.
Hintergrund: Rund 567 Millionen Menschen in Subsahara-Afrika haben keinen Zugang zum Stromnetz. Millionen weitere leiden unter unzuverlässiger Stromversorgung. Der Fonds soll laut Invest in Visions nicht nur CO₂-Emissionen reduzieren, sondern durch Energiezugang auch Beschäftigung und lokale Wertschöpfung fördern. (DFPA/abg)
Die Invest in Visions GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main wurde im Jahr 2006 gegründet und ist auf die Konzeption und Vermarktung von Impact Investments spezialisiert.