Kommentar: REITs gewinnen an Bedeutung für Portfolios
Börsennotierte Immobilien gewinnen nach Einschätzung von Dmitrii Ponomarev, Produktmanager beim New Yorker Vermögensverwalter VanEck, weiter an Bedeutung für institutionelle Anleger.
Anlass ist das 15-jährige Bestehen eines globalen Immobilien-ETF, zu dem der Produktmanager eine Analyse vorgelegt hat. Darin hebt er hervor, dass sogenannte Real Estate Investment Trusts (REITs) eine sinnvolle Ergänzung zu privaten Immobilien darstellen könnten.
REITs böten vor allem Liquidität, Transparenz und flexible Steuerungsmöglichkeiten, während private Anlagen stärker durch stabile Bewertungen und direkten Besitz geprägt seien. Beide Formen erfüllten unterschiedliche Funktionen im Portfolio und könnten sich sinnvoll ergänzen. Studien zeigten zudem, dass börsennotierte Immobilien über längere Zeiträume vergleichbare oder teils höhere Renditen als private Fonds erzielen können.
Kurzfristig seien REITs zwar volatiler, langfristig gleiche sich ihre Entwicklung jedoch stärker an die zugrunde liegenden Immobilienmärkte an. Auch im Multi-Asset-Kontext hätten sie sich bewährt und in mehreren Jahren überdurchschnittliche Ergebnisse geliefert.
Für die kommenden Jahre sieht Ponomarev ein günstiges Umfeld: Sinkende Zinsen, stabile Bilanzen vieler Immobilienunternehmen und teils deutliche Bewertungsabschläge könnten die Anlageklasse stützen. Gleichwohl verweist er auf Risiken wie geopolitische Unsicherheiten oder mögliche neue Inflationsschübe. (DFPA/abg)
Die vollständige Analyse finden Sie hier.
VanEck ist ein Asset Manager mit Hauptsitz in New York (USA). Der globale Vermögensverwalter startete im Jahr 2012 mit aktiven Fonds auf dem europäischen Markt und legte 2015 die ersten drei UCITS-ETF auf. Seitdem hat VanEck sein Angebot auf mittlerweile rund 50 Produkte ausgebaut. Das Unternehmen hat im Februar 2025 die Marke von 15 Milliarden US-Dollar an verwaltetem Vermögen in Europa erreicht.