Kurzlaufende Staats- und Unternehmensanleihen aus der Eurozone haben laut einer Analyse von Aberdeen Investments in jüngsten Phasen von Turbulenzen an den Anleihemärkten eine deutlich geringere Volatilität und eine robustere Wertentwicklung gezeigt als breitere Rentenmärkte.
Die Analyse von Aberdeen zeigt, dass Unternehmens- und Staatsanleihen der Eurozone mit einer Laufzeit von ein bis drei Jahren in den letzten fünf Jahren eine annualisierte Volatilität von rund 1,6 beziehungsweise 1,5 Prozent aufwiesen. Das liegt deutlich unter den 4,2 und 4,5 Prozent, die bei länger laufenden Unternehmens- bzw. Staatsanleihen der Eurozone verzeichnet wurden.
Im gleichen Zeitraum lagen die maximalen Drawdowns – also der größte prozentuale Wertverlust einer Anlage vom Höchststand bis zum Tiefststand – bei etwa minus 6,1 Prozent für kurzlaufende Unternehmensanleihen aus der Eurozone und bei minus 7,5 Prozent für Staatsanleihen, verglichen mit minus 16,5 beziehungsweise minus 21 Prozent bei längerfristigen Unternehmens- und Staatsanleihen der Eurozone.
Mark Munro, Investment Director Fixed Income bei Aberdeen Investments und Manager des „Aberdeen Short Dated Enhanced Income Fund“, sagt: „Kurzlaufende Anleihen werden von Anlegern, die die Renditen ihrer Geldmarkt-Anlagen steigern, dabei aber nur ein geringfügig höheres Risiko eingehen möchten, zunehmend nicht nur als Alternative zu Cash genutzt, sondern als zentraler Baustein in Portfolios eingesetzt. Sie bieten ein ausgewogenes Verhältnis zwischen einer historisch geringeren Volatilität und Ertragsgenerierung, was in einem unsicheren und volatilen Umfeld besonders wertvoll ist.“
Aberdeen stellt fest, dass die Renditen kurzlaufender Anleihen im Vergleich zu den vergangenen Jahren weiterhin relativ hoch sind, was sie für Anleger attraktiver macht. Ein höheres Ausgangsniveau bei der Rendite bedeutet, dass Investoren einen größeren „Puffer“ im Sinne einer niedrigeren Zinssensitivität im Vergleich zu länger laufenden Anleihen haben, falls die Märkte volatil werden. Dadurch können Schwankungen der Anleihepreise abgefedert werden. (DFPA/ljh)
Aberdeen Investments ist ein global tätiger, unabhängiger Asset Manager und verwaltet ein Vermögen von rund 438,8 Milliarden Euro (Stand: 31.03.2026). Die abrdn Investments Deutschland AG, Frankfurt am Main, verwaltet rund 36,2 Milliarden Euro für institutionelle Investoren wie Versicherungen, Banken, Altersversorger und Stiftungen sowie für Vertriebspartner im Privatkundenbereich und ist damit einer der größten ausländischen Vermögensverwalter in Deutschland.
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