LeanVal setzt auf Volatilität als Ertragsquelle
Der unabhängige Finanzdienstleister LeanVal Asset Management AG will Marktschwankungen systematisch als Renditequelle nutzbar machen. Kern des Ansatzes ist ein regelbasiertes „Athena Overlay“, das unabhängig vom jeweiligen Basisportfolio eingesetzt werden kann und Zusatzerträge aus der Volatilität der Aktienmärkte generieren soll.
Das Overlay sei „bewusst so konstruiert, dass es unabhängig vom zugrunde liegenden Portfolio implementiert werden kann und so konzeptionell ein portabler, regelbasierter Ertragsbaustein“ sei, sagte Fondsmanager Steffen Kern. Ziel sei eine Renditequelle, die weitgehend unabhängig von der Marktrichtung funktioniere und stattdessen an der Intensität der Schwankungen ansetze. Dadurch solle die Diversifikation erhöht und die Ergebnisstabilität über Marktzyklen hinweg verbessert werden.
Im Unterschied zu klassischen Volatilitäts- oder Optionsstrategien versteht LeanVal den Ansatz nicht als reine „Vola-Wette“. Vielmehr würden prognosefreie Optionskorridore mit klar definierten Leitplanken aufgebaut, ergänzt um ein dezidiertes Risikomanagement. Das mittelfristige isolierte Ertragspotenzial des Overlays beziffert das Haus auf rund 300 Basispunkte pro Jahr.
Eingesetzt werden kann das Overlay laut Unternehmen in unterschiedlichen Varianten – anleihebasiert, mit US-Aktien oder mit europäischen Aktien inklusive zusätzlicher Absicherung. Im defensiv ausgerichteten Produkt „Athena UI“ fungiert ein kurzlaufendes Euro-Investment-Grade-Anleiheportfolio als Stabilitätsanker, während das Overlay den zentralen Renditetreiber bildet. In einem Aktienfonds wie „Athena Enhanced US Equity“ wiederum soll das Overlay zusätzliche Alpha-Erträge liefern, ohne das Aktienbeta – etwa auf den S&P 500 – aktiv zu steuern.
Als besonders geeignet gelten Marktphasen mit erhöhter, aber nicht extremer Volatilität. Grenzen sieht Kern vor allem bei abrupten Kurseinbrüchen aus sehr niedrigen Schwankungsniveaus heraus. Um Extremrisiken zu begrenzen, steuert das Management nach eigenen Angaben systematisch Optionssensitivitäten wie Delta und Vega und verzichtet unter anderem auf ungedeckte Short-Put-Positionen.
Aus Sicht institutioneller Investoren versteht LeanVal das Overlay primär als alternative Renditequelle. Je nach Einbindung könne es sowohl defensive Portfolios stabilisieren als auch renditeorientierte Allokationen effizienter gestalten. (DFPA/abg)
Die LeanVal Gruppe ist ein unabhängiger Finanzdienstleister für institutionelle und semi-institutionelle Investoren mit Standorten in Frankfurt, Köln und München. Die Asset-Management-Kompetenz ist in der LeanVal Asset Management AG (vormals CCPM) gebündelt. Der Fokus der LeanVal Asset Management AG liegt im Management von Investmentstrategien, die traditionelle und alternative Renditequellen kombinieren und so robuste Investmentlösungen für institutionelle Investoren anzubieten.