Der australische Vermögensverwalter Macquarie will mit einem neuen Fonds gezielt mittelständische, Private-Equity-finanzierte Unternehmen in den USA mit Krediten versorgen. Die Macquarie Group strebt für ihren ersten US-Direktkreditfonds ein Volumen von rund einer Milliarde US-Dollar an und hat im November 2025 bereits ein erstes Closing erreicht.
Der Fonds soll institutionellen Investoren offenstehen, bis 2027 Kapital einwerben und vor allem besicherte Senior-Loans an US-Unternehmen mit 25 bis 75 Millionen Dollar EBITDA vergeben. Zusätzlich kann der Fonds auch in Europa, Großbritannien und Australien investieren. Macquarie beteiligt sich selbst mit bis zu 100 Millionen Dollar und hat den nicht gehebelten Offshore-Teil des Fonds im Dezember bei der US-Börsenaufsicht SEC registriert.
Der Vorstoß erfolgt in einem Umfeld rückläufiger Private-Credit-Fundraisings, während Macquarie mit einem Kreditportfolio von rund 220 Milliarden US-Dollar seine Abhängigkeit von Eigenbilanzinvestments verringern und stärker Drittanleger gewinnen will. (DFPA/abg)
Macquarie Group Limited ist ein in den Geschäftsfeldern Banking, Finanzdienstleistungen, Beratung, Investitionen und Fondsmanagement tätiger Finanzdienstleister mit Sitz in Sydney. Das 1969 gegründete Unternehmen beschäftigt 19.800 Mitarbeiter und verwaltet Vermögenswerte in Höhe von 959 Milliarden Euro. (Stand: 31. März 2025)