Der Vermögensverwalter Neuberger Berman hat einen neuen UCITS-Aktienfonds für Japan auf den Markt gebracht. Mit einem aktiv gemanagten All-Cap-Ansatz setzt der Fonds auf unterbewertete Unternehmen, die von den laufenden Struktur- und Governance-Reformen in Japan profitieren sollen.
Der „Neuberger Japan Equity Fund“ richtet sich an internationale Investoren und investiert in börsennotierte japanische Unternehmen unterschiedlicher Größe. Verwaltet wird der UCITS-Fonds vom Tokioer Japan-Equity-Team unter Leitung von Keita Kubota, das die zugrunde liegende Anlagestrategie nach Unternehmensangaben bereits seit Anfang 2021 verfolgt.
Der Fonds verfolgt einen aktiven Bottom-up-Ansatz und hält in der Regel 35 bis 65 Titel. Grundlage der Titelauswahl ist ein unternehmenseigenes Vier-Säulen-Modell, das Fundamentaldaten, Bewertung, Nachhaltigkeit sowie das Potenzial für einen aktiven Dialog mit den Unternehmen berücksichtigt. Das Portfolio wird aus einer regelmäßig überprüften Beobachtungsliste von 80 bis 120 Unternehmen zusammengestellt. Ziel ist es, qualitativ hochwertige, aus Sicht des Fondsmanagements jedoch unterbewertete Unternehmen mit langfristigem Wachstumspotenzial zu identifizieren.
Nach Einschätzung von Portfoliomanager Kubota bietet der japanische Aktienmarkt weiterhin erhebliches Aufholpotenzial. Zwar habe sich der Markt in den vergangenen 18 Monaten bereits deutlich entwickelt, doch Reformen bei der Unternehmensführung, eine breitere Gewinndynamik und anhaltende Kapitalzuflüsse könnten den Markt weiter stützen. Gerade mittelgroße und kleinere Unternehmen böten aufgrund geringerer Analystenabdeckung und fortbestehender Informationsineffizienzen attraktive Chancen für aktive Investoren.
Auch in Deutschland und Österreich beobachtet Neuberger nach eigenen Angaben eine steigende Nachfrage nach aktiven Japan-Strategien, die über klassische Indexlösungen hinausgehen. (DFPA/abg)
Neuberger Berman wurde 1939 gegründet und ist ein unabhängiger Vermögensverwalter im Besitz seiner Mitarbeiter. Das Unternehmen hat rund 2.800 Mitarbeitern in 26 Ländern.