Weltweit haben Unternehmen mit ihren Gewinnen ihren gesamten Börsenwert vom Jahresbeginn 2014 übertroffen. Durch das starke Gewinnwachstum wurden die steigenden Aktienbewertungen der vergangenen Dekade gerechtfertigt. Zu diesem Ergebnis kommt die „Capital Group Global Equity Study“, eine umfassende Analyse der wichtigsten globalen Aktienmärkte.
Die Studie ordnet Börsenwerte globaler Unternehmen anhand der Zeit ein, die die Unternehmen benötigen, um ihren Marktwert durch tatsächlich erzielte Gewinne „zurückzuverdienen“. Sie greift damit eine zentrale Frage für Anleger auf: Werden die heutigen Bewertungen durch die Gewinne gerechtfertigt, die Unternehmen künftig erzielen dürften?
Die weltweit 1.600 größten börsennotierten Unternehmen hatten zu Beginn des Jahres 2014 einen gemeinsamen Börsenwert von 35,3 Billionen US-Dollar. Zwischen 2014 und 2025 erwirtschafteten sie kumulierte Gewinne von 36,7 Billionen US-Dollar und verdienten damit ihren gesamten Börsenwert von 2014 innerhalb von weniger als zwölf Jahren zurück.
Katharine Dryer, Equity Asset Class Lead für Europa und Asien bei Capital Group, kommentiert: „Der Wert eines Unternehmens hängt nicht nur davon ab, welches Bewertungsniveau Investoren zu zahlen bereit sind, sondern auch davon, ob das künftige Gewinnwachstum diese Bewertung rechtfertigen kann. In den vergangenen zehn Jahren hat ein starkes Gewinnwachstum höhere Marktbewertungen immer wieder gerechtfertigt. Heute werden globale Aktien mit einem Börsenwert von 113,8 Billionen US-Dollar beziehungsweise rund dem 21-fachen der für 2026 erwarteten Gewinne bewertet. Damit ist die Hürde für Investoren höher geworden. Bei höheren Ausgangsbewertungen muss das Gewinnwachstum einen größeren Beitrag leisten – Unternehmen, die liefern, können jedoch auch anspruchsvolle Bewertungen rechtfertigen.“
Die regionalen Unterschiede spiegeln vor allem den jeweiligen Sektormix wider, wobei auch länderspezifische Faktoren eine Rolle spielen. US-Unternehmen verdienten ihren Börsenwert von 2014 trotz hoher Ausgangsbewertungen innerhalb von zwölf Jahren zurück – getragen von einem starken Gewinnwachstum. In Europa konnten Energie- und Finanzunternehmen nach einer Phase schwachen Wachstums in den 2010er Jahren zuletzt deutlich aufholen. Dadurch verdienten europäische Unternehmen ihren Börsenwert von 2013 innerhalb von 13 Jahren zurück. (DFPA/ljh)
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