Knapp 5,3 Milliarden Euro erhielten deutsche Jungunternehmen in den vergangenen sechs Monaten – 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, als etwa 4,6 Milliarden Euro an Risikokapital gesammelt werden konnten. Ein Novum: In Berlin, Baden-Württemberg und Bayern erhielten Startups aus drei Bundesländern jeweils mehr als eine Milliarde Euro. Das zeigt das Startup-Barometer von EY-Parthenon, der Strategie- und Transaktionsberatung der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young).
Besonders viel Geld floss im vergangenen Halbjahr an Jungunternehmen aus der Bundeshauptstadt: Dort wurden insgesamt fast 1,7 Milliarden Euro investiert (plus zehn Prozent). Direkt dahinter folgt Baden-Württemberg: Startups aus Südwestdeutschland erhielten knapp 1,6 Milliarden Euro Risikokapital – eine Steigerung von 475 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, die vor allem wegen eines Megadeals in Höhe von 1,2 Milliarden Euro (Neura Robotics, Hardware/Robotics) so hoch ausfällt. Auf Rang drei folgt Bayern: Die Jungunternehmen des Freistaats sammelten mehr als 1,1 Milliarden Euro ein (minus 46 Prozent). In drei weiteren Bundesländern erhielten Startups jeweils Millionensummen im dreistelligen Bereich: Hessen (239 Millionen Euro, plus 141 Prozent), Brandenburg (210 Millionen Euro, plus 453 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (167 Millionen Euro, minus 58 Prozent).
Während das investierte Risikokapital damit deutlich stieg, ging die Anzahl der Deals im ersten Halbjahr 2026 bundesweit erneut zurück. Insgesamt gab es 354 Abschlüsse – ein Minus von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die meisten Finanzierungsrunden wurden im ersten Halbjahr 2026 in Berlin (95 Abschlüsse, minus 30 Prozent) gezählt, dicht dahinter folgt Bayern (93, plus 21 Prozent). Für Nordrhein-Westfalens Jungunternehmen wurden im ersten Halbjahr 2026 46 Abschlüsse gezählt, elf weniger als im Vorjahr (minus 19 Prozent).
Technologiegetriebene Startups sind aktuell die Lieblinge der Investoren. Der Bereich Hardware erhielt im ersten Halbjahr 2026 mit mehr als 1,6 Milliarden Euro das meiste Investitionskapital, gefolgt vom Bereich Software & Analytics, der Risikokapital in Höhe von mehr als 1,2 Milliarden Euro auf sich vereinigen konnte. (DFPA/mb)
Ernst [&] Young ist ein unter dem Kürzel EY global operierendes Netzwerk rechtlich selbstständiger und unabhängiger Unternehmen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Transaktionsberatung, Risk Advisory, Financial Advisory sowie Unternehmens- beziehungsweise Managementberatung und klassische Rechtsberatung.