Abbau kritischer Mineralien verschlingt bis 2040 rund 1,1 Billionen US-Dollar
Eine massive Ausweitung der Förderkapazitäten für Lithium, Kupfer und andere Schlüsselrohstoffe ist laut einer Analyse von Allianz Trade erforderlich, um die globale Energiewende und den Ausbau strategischer Industrien zu sichern.
Der weltweite Abbau kritischer Mineralien erfordert bis 2040 Investitionen von rund 1,1 Billionen US-Dollar. Zu diesem Ergebnis kommt der Kreditversicherer Allianz Trade in einer aktuellen Studie. Hintergrund ist der stark steigende Bedarf an Rohstoffen wie Lithium, Nickel, Kobalt und Kupfer, die für Batterien, Elektromobilität, erneuerbare Energien und digitale Infrastruktur unverzichtbar sind.
Demnach dürfte sich die Nachfrage nach einzelnen Metallen in den kommenden 15 Jahren teils vervielfachen. Um Versorgungsengpässe zu vermeiden, müssten Förderprojekte schneller genehmigt, Produktionskapazitäten ausgebaut und Lieferketten diversifiziert werden. Andernfalls drohten Preisschocks und zunehmende geopolitische Abhängigkeiten.
Besonders groß ist der Investitionsbedarf laut Studie in Schwellen- und Entwicklungsländern, in denen bedeutende Rohstoffvorkommen liegen. Gleichzeitig steigen dort die Anforderungen an Nachhaltigkeit, Umweltstandards und Finanzierung. Ohne erhebliche private und öffentliche Mittel sei die Versorgungssicherheit zentraler Industrien langfristig gefährdet, heißt es. (DFPA/abg)
Allianz Trade ist weltweiter Marktführer im Kreditversicherungsgeschäft und Spezialist für Bürgschaften und Garantien, Inkasso sowie Schutz gegen Betrug oder politische Risiken. Über das unternehmenseigene Monitoring-System verfolgt und analysiert die Allianz Trade Gruppe täglich
die Insolvenzentwicklung von mehr als 83 Millionen kleiner, mittlerer und multinationaler Unternehmen. Die Tochtergesellschaft der Allianz mit Sitz in Paris ist in über 40 Ländern vertreten und beschäftigt mehr als 5.800 Mitarbeiter weltweit. 2024 erwirtschaftete die Allianz Trade Gruppe einen konsolidierten Umsatz von EUR 3,8 Milliarden Euro.