Als Orientierungshilfe am Wohninvestmentmarkt hat Aengevelt Research im Jahr 2008 den Aengevelt-Wohninvestment-Index AWI entwickelt. Er erfasst regelmäßig die Einschätzungen von Experten aus allen Bereichen der Wohnungswirtschaft zu Marktstimmungen und -entwicklungen. [nbsp]Nachdem der AWI in der Winterbefragung 2022/2023 mit 47,9 Punkte das schlechteste Ergebnis seit Beginn der Befragung erzielte, stieg sein Wert danach wieder kontinuierlich an.
Dieser Trend setzte sich bis zur Sommerbefragung 2025 mit einem Wert von 70,1 Punkten fort. In der aktuellen Winter-Befragung 2025/2026 hat der Wert auf 66 Punkte nachgegeben, verbleibt aber auf hohem Niveau. Diese Entwicklung zeigt sich stringent über alle Wohnlagen: Der AWI ist in einfachen Lagen um 4,1 Punkte auf 61,6 Punkte gesunken und in mittleren Lagen um 4,4 Punkte auf 68,1 Punkte. Guten Lagen verzeichnen den geringsten Rückgang und gaben um 2,7 auf 69,4 Punkte nach. Ungeachtet des Rückgangs zeigen alle drei Subindizes ein Ungleichgewicht zu Gunsten der Eigentümer beziehungsweise Vermieter an (Marktgleichgewicht: 40 bis 60 Punkte).
„Der AWI zeigt zwei Trends auf: Einerseits sind die Marktbedingungen für die Vermietung und den Verkauf von Wohnungen und Wohninvestments unverändert günstig. Auf der anderen Seite belegen die seit 2023 weiter gesunkenen Wohnungsfertigstellungen (2023: rund 294.900 WE; 2025 laut Ifo-Prognose: rund 205.000 WE), dass die bisherigen staatlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht ausreichen, um den Wohnungsneubau in der Breite signifikant und nachhaltig anzukurbeln und die bestehende Wohnungsknappheit insbesondere in den Wachstumsregionen zu beheben. Deshalb braucht es jetzt noch deutlich wirksamere Anreize für Investoren und Projektentwickler“, kommentiert Dr. Wulff Aengevelt die AWI-Ergebnisse. (DFPA/mb)
Aengevelt ist ein Immobiliendienstleister mit Sitz in Düsseldorf. Das Unternehmen wurde 1910 gegründet und beschäftigt rund 100 Mitarbeiter.