Die Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen: Klimawandel, steigende Betriebskosten und gesellschaftliche Erwartungen verlangen neue Ansätze für eine nachhaltige Bewirtschaftung. Eine Möglichkeit, diesen Anforderungen zu begegnen, bietet Agri-Photovoltaik (Agri-PV), meint Alexander Hügler, Director Sales beim Photovoltaik-Investor hep solar.
Bei Agri-Photovoltaik werden landwirtschaftliche Flächen sowohl für die Nahrungsmittelproduktion als auch für die Erzeugung von Solarstrom genutzt. Die eingesetzten Solarmodule werden in der Regel entweder horizontal in einer Mindesthöhe von 2,10 Metern für die Nutztierhaltung hoch aufgeständert oder vertikal wie eine Zaunanlage für Ackerbau und Grünland installiert, wobei ein ausreichender Abstand für die Bearbeitung dazwischen eingehalten wird. Dadurch können Flächen weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden – etwa für die Haltung von Rindern oder Schafen.
Die Module schützen vor Wetterextremen, Teilverschattung kann Trockenstress reduzieren, die Bodenfeuchtigkeit erhalten und den Bewässerungsbedarf senken. Zudem kann durch den Pflanzenschutz der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduziert werden.
Geeignet ist Agri-PV auch für empfindliche Sonderkulturen wie Beeren oder Wein, die besonders unter dem Klimawandel leiden. Inwiefern gezielte Verschattung die Reife bei Weintrauben hinauszögern und somit ein gesundes Verhältnis von Zuckergehalt und Restsäure erreicht werden kann, das möchte hep solar ab diesem Winter bei einem Testversuch in Weinbergen des Zabergäus herausfinden. Dabei wird ein Teil der Weintrauben verschattet und am Ende mit denen ohne Verschattung verglichen.
Neben ökologischen Vorteilen kann Agri-PV auch zur wirtschaftlichen Stabilität landwirtschaftlicher Betriebe beitragen. Durch Eigenverbrauch des erzeugten Stroms lässt sich die Energieversorgung unabhängiger gestalten.
„Sollte sich die nächste Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes den EU-Vorgaben anpassen, könnte dies ein wichtiger Schritt im Agri-PV-Segment bedeuten“, erklärt Alexander Hügler. „Agri-PV könnte dann gefördert werden, und zusätzliche Vergütung erhalten, was besonders kleine Anlagen besonders attraktiv machen würde.“ (DFPA/ljh)
hep solar ist der Solarspezialist für Projekte und Investments aus einer Hand. Seit über 15 Jahren entwickelt, baut, betreibt und finanziert das inhabergeführte Unternehmen aus Baden-Württemberg Solarparks vor allem in Europa, Japan und Nordamerika.
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