Allianz: „Die guten und die schlechten Seiten des niedrigeren Ölpreises“

Für Mohamed El-Erian, Chief Economic Adviser der Allianz, ist die Wirkung des seit Sommer 2014 um rund 30 Prozent eingebrochenen Ölpreises auf die Weltwirtschaft insgesamt positiv, allerdings gelte das nicht pauschal: Es gäbe durchaus negative Aspekte, die man berücksichtigen sollte.

Positiv sei der rückläufige Ölpreis für Länder, die auf Ölimporte angewiesen seien. Verbraucher und Unternehmen profitierten, die Wirkung entspreche einer „erheblichen“ Steuersenkung. Weltweit betrachtet würden die niedrigeren Ölpreise eine gestiegene Nachfrage und geringere Herstellungskosten in Ländern, die bislang unter langandauernden Wachstums- und Beschäftigungskrisen gelitten hätten, bewirken.

„Allerdings wäre es töricht, die Risiken niedrigerer Ölpreise zu ignorieren“, so El-Erian. Zum einen würde der Preiseinbruch zu sofortigen Kürzungen beim Investitionsbudget der Energiekonzerne führen, was den Ausbau von längerfristigem Energiepotenzial untergraben würde, sowohl insgesamt und auch in umweltfreundlicheren Bereichen. Zum anderen könnten niedrigere Ölpreise die allgemeine Deflationstendenz in Europa verstärken – und sich schädlich für die kurz- und längerfristige wirtschaftliche Gesundheit des Kontinents erweisen.

Ein drittes Risiko beträfe bestimmte Segmente der Finanzmärkte. „Fallende Ölpreise sind den Rohstoffmärkten insgesamt und den von den Energiekonzernen und den ölexportierenden Ländern ausgegebenen Anleihen abträglich. Angesichts der Bedeutung, den Investitionen in diese Wertpapiere in bestimmten Schwellenländern und für High-Yield-Indizes haben, würde dies möglicherweise einen allgemeinen Verkaufsdruck bei diesen Anlagenklassen mit sich bringen.“

Letztlich gäbe es noch einen weiteren „sehr hässlichen Aspekt“: Ölfördernde Länder, wie zum Beispiel Russland, könnten mit schwer kalkulierbaren Handlungen reagieren.

Sollte der russische Präsident Wladimir Putin beispielsweise internen Spannungen begegnen, in dem er seine „regionalen Eskapaden“ ausweitet, dann könnte sich der Westen zu weiteren Sanktionen gezwungen sehen. „Russland seinerseits würde vermutlich mit Gegensanktionen bei den Öl- und Gaslieferungen an Europa reagieren. Das wiederum könnte Europa möglicherweise in die Rezession treiben – und somit wieder einen Großteil der positiven Effekte niedrigerer Ölpreise auf die Weltwirtschaft zunichtemachen“, so der Chief Economic Adviser der Allianz.

Quelle: Pressemitteilung Allianz

Die Allianz SE ist ein internationaler Versicherungskonzern mit Sitz in München. Das 1890 gegründete Unternehmen beschäftigt weltweit rund 148.000 Mitarbeiter und verwaltet für rund 83 Millionen Kunden in mehr als 70 Ländern Kapitalanlagen im Wert von 1.361 Milliarden Euro. (TH1)

www.allianz.com

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