Der jährliche „Alpha Female Report“ von Citywire zeigt, dass der Anteil von Frauen im Fondsmanagement erstmals seit acht Jahren zurückgegangen ist.
Frauen stellen heute weltweit 12,6 Prozent der aktiven Fondsmanager, gegenüber 12,9 Prozent im vergangenen Jahr. Ein Jahrzehnt langsamer Fortschritte bei der Verbesserung der Geschlechtervielfalt im Fondsmanagement, das im Report dokumentiert wird, hat damit erstmals einen Rückschritt erlitten.
Die Zahl der weiblichen Manager aktiver Fonds ist auf 2.283 weltweit gesunken. Im Vorjahr lag die Zahl noch bei 2.371. Damit ist die Anzahl weiblicher Fondsmanager erstmals in der elfjährigen Geschichte des Berichts zurückgegangen. Dieser Rückgang fällt stärker aus als bei ihren männlichen Kollegen. Hintergrund sei, dass aktive Fonds weiterhin unter dem Druck günstigerer passiver Anlageprodukte stehen.
Vor allem die europäischen Fondsmärkte seien für diese Entwicklung verantwortlich. Insbesondere im Vereinigten Königreich ging die Zahl weiblicher Fondsmanager im Jahresvergleich um 8,3 Prozent zurück und liegt nun bei 12,5 Prozent.
Innerhalb Europas nehmen Spanien und Italien eine Spitzenposition ein: Der Anteil weiblicher Fondsmanager liegt dort bei 21,1 Prozent beziehungsweise 19,4 Prozent. Am unteren Ende der Länderrangliste befinden sich hingegen die Schweiz und Deutschland, wo Frauen lediglich 8,0 Prozent beziehungsweise 7,2 Prozent der Fondsmanager stellen.
In den meisten Ländern, die einen deutlichen Rückgang weiblicher Fondsmanager verzeichnen, zeigt sich dasselbe Muster: Zwar ist die Gesamtzahl aktiver Fondsmanager gesunken, die Zahl der Frauen sei jedoch überproportional stark zurückgegangen. (DFPA/mb)
Weltweit werden von Citywire 18.117 Portfoliomanager erfasst, die insgesamt 28.649 aktive Fonds verwalten.
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