Im Jahr 2024 sind die Angebotsmieten in fast allen kreisfreien Städten weiter gestiegen, teils sogar deutlich. Auffällig ist die hohe auch in der Breite spürbare Marktdynamik. Die nach wie vor bestehende Wohnungsbaukrise, das zu geringe Wohnungsangebot sowie die aktuell erhöhte Nachfrage üben weiterhin starken Druck auf den deutschen Mietwohnungsmarkt aus. Mit einer Fortsetzung des überdurchschnittlich hohen Mietpreiswachstums ist zu rechnen. Dies ergibt eine Analyse des Immobilienberatungsunternehmens BNP Paribas Real Estate.
Um im aktuellen Marktumfeld Orientierungshilfen und einen schnellen Überblick auch über kleinere Standorte zu liefern, veröffentlicht der Immobilienberater zum zehnten Mal ein Research-Produkt, das speziell auf institutionelle Investoren ausgerichtet ist. Neben einem Überblick zu den bundesweiten Investment- und Vermietungsmärkten enthält der Report komprimierte Darstellungen der wichtigsten Marktindikatoren der großen Standorte und Fact Sheets für über 100 Städte.
„Während sich die Angebotsmieten im Bestand in den Studenten-, Groß- und Mittelstädten jeweils um fünf Prozent gegenüber 2023 verteuerten, war in den A-Städten mit einem Plus von sechs Prozent eine leicht überdurchschnittliche Mietpreisdynamik zu verzeichnen“, sagt Christoph Meszelinsky, Geschäftsführer und Head of Residential Investment von BNP Paribas Real Estate. In den A-Städten werden mit durchschnittlich 15,10 Euro pro Quadratmeter die teuersten Medianangebotsmieten im Bestand aufgerufen. Dahinter folgen mit deutlichem Abstand die Studentenstädte (11,80 Euro pro Quadratmeter). Langfristig betrachtet ist Berlin die kreisfreie Stadt mit der stärksten Mietentwicklung in Deutschland: So verteuerten sich dort die Mieten im Bestand um 86 Prozent gegenüber 2014.
„Für die kommenden Jahre ist zu erwarten, dass sich der zuletzt hohe Zuzug insbesondere durch Geflüchtete aus der Ukraine deutlich abschwächen dürfte. Nichtsdestotrotz ist der aktuellen Raumordnungsprognose zufolge auch in den kommenden Jahren mit weiter steigenden Bevölkerungszahlen, insbesondere in den A-Städten, zu rechnen. Hingegen dürfte sich aus heutiger Sicht der aktuelle Trend einer rückläufigen Bautätigkeit in den nächsten Jahren fortsetzen und noch weiter verschärfen. Damit dürfte die Dynamik steigender Mieten, insbesondere im Neubau, kurz- und mittelfristig auch in der Breite anhalten. Dies und die gesunden Fundamentaldaten sprechen für ein Investment in den deutschen Mietwohnungsmarkt“, so Meszelinsky. (DFPA/mb1)
Das international tätige Immobilienberatungsunternehmen BNP Paribas Real Estate S.A.S. (BNPPRE) ist eine Tochtergesellschaft der französischen Großbank BNP Paribas.