Analyse von Creditreform Rating: Auf dem Weg in die Rezession

Die europäische Ratingagentur Creditreform Rating hat im neuesten „Economic Briefs“ erneut die globalen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen untersucht und dabei einen Fokus auf Deutschland, den Euroraum, UK und die USA gelegt. Einige der Kernaussagen für Deutschland: Die deutsche Wirtschaft dürfte im Winterhalbjahr 2022/23 eine technische Rezession, das heißt zwei aufeinander folgende Quartale mit sinkendem realen BIP, erleben. Für das gesamte Jahr 2023 wird ein leichter Rückgang der realen Wirtschaftsleistung in Deutschland um 0,1 Prozent erwartet, nachdem im Jahr 2022 noch ein positives BIP-Wachstum in Höhe von etwa 1,7 Prozent erreicht werden könnte.

Dazu Dr. Benjamin Mohr, Head of Public Finance and Economic Research bei der Creditreform Rating: „Während das deutsche Wirtschaftswachstum in den Sommermonaten hauptsächlich durch den privaten Konsum angetrieben wurde, könnte diesbezüglich eine düstere Wintersaison bevorstehen. Darauf deuten die jüngsten Stimmungsindikatoren wie das GfK-Konsumklima, der ifo-Geschäftsklimaindex und die Einkaufsmanagerindizes hin, die allesamt einen Abwärtstrend verzeichnen. Daran können auch die mit durchschnittlich fünf Prozent im ersten Halbjahr 2022 vergleichsweise stark gestiegen Löhne nichts ändern, denn die Reallöhne werden auch mittelfristig angesichts der starken Verbraucherpreisinflation im negativen Bereich bleiben.“

Aufgrund der hohen Energiekosten und einem schwierigen außenwirtschaftlichen Umfeld, das die Exportleistung beeinträchtigen könnte, werde erwartet, dass die Zahl der Insolvenzen in den kommenden Monaten steigen wird – wenngleich die staatlichen Stützungsmaßnahmen zur Entlastung von Firmen und Verbrauchern, ähnlich wie in der akuten Phase der Pandemie, abermals einen dramatischen Anstieg verhindern dürften. Die Inflationsraten bleiben in den kommenden Monaten laut Analyse hoch, könnten sich aber 2023 etwas abschwächen. Creditreform Rating geht davon aus, dass die EZB ihre Leitzinsen bis Ende des Jahres um weitere 50 Basispunkte anheben und dann in der ersten Jahreshälfte 2023 ein etwas langsameres Tempo beibehalten wird. Die inzwischen weniger günstigen Finanzierungsbedingungen an den Märkten dürften mäßigend auf zuletzt dynamisch steigende Preise für Wohnimmobilien in einer Reihe von Ländern der Eurozone inklusive Deutschland wirken. Bankensektoren mit einem hohen Anteil von Hypotheken in ihren Portfolios sowie einem höheren Anteil an variabel verzinslichen Hypotheken müssten möglicherweise genauer beobachtet werden. Die hohe Zahl von Stornierungen von Wohnungsbauprojekten gehe nur langsam zurück. Angesichts eines zunehmenden Anteils von Bauunternehmen, die in Umfragen Finanzierungsschwierigkeiten angeben, könnte die Situation für eine steigende Zahl von Unternehmen in der Branche noch schwieriger werden. (DFPA/mb1)

Die Creditreform Rating AG ist eine europäische Ratingagentur, die auf die Einschätzung von Kreditrisiken spezialisiert ist. Creditreform Rating ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Creditreform AG mit Sitz im nordrhein-westfälischen Neuss.

www.creditreform-rating.de

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