Analyse: Wohnungspreise im Süden sind gestiegen

Die Immobilienpreise legen im Süden Deutschlands deutlich zu. In 123 von 126 untersuchten Stadt- und Landkreisen verteuern sich die Angebotspreise von Eigentumswohnungen binnen eines Jahres. In 88 Kreisen beträgt der Anstieg sogar mindestens zehn Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Immobilienportals Immowelt, für die die Angebotspreise von Wohnungen (Bestand ohne Neubau, 40 bis 120 Quadratmeter, Angebotszeitraum Januar bis Oktober 2020 und 2021) in 126 Stadt- und Landkreisen Süddeutschlands untersucht wurden. Vor allem in ländlichen Regionen und kleineren Großstädten wird Wohneigentum kostspieliger. In der Spitze sind die Preise um 32 Prozent gestiegen.

Am teuersten sind Eigentumswohnungen nach wie vor in München. Nach einem Anstieg von elf Prozent kostet der Quadratmeter in der bayerischen Landeshauptstadt aktuell im Median 8.490 Euro. Spitzenpreise müssen Käufer auch für Wohnungen im Münchner Umland zahlen. Die Landkreise München (6.990 Euro; plus elf Prozent) und Starnberg (6.670 Euro; plus Prozent) weisen nach der Isar-Metropole die höchsten Wohnungspreise in Süddeutschland auf. In den Münchener Umlandkreisen Dachau (6.560 Euro; plus 15 Prozent), Ebersberg (6.050 Euro; plus 15 Prozent), Bad Tölz-Wolfratshausen (5.690 Euro; plus 21 Prozent) und Rosenheim (4.910 Euro; plus 21 Prozent) steigen die Preise für Eigentumswohnungen prozentual sogar stärker als in der Landeshauptstadt. Die hohen Immobilienpreise in München sorgen bereits seit Jahren für eine wachsende Nachfrage und steigende Preise im Umland der Metropole. Die Corona-Pandemie, die Möglichkeit von Homeoffice, sowie der damit verbundene Wunsch nach mehr Platz und Naturnähe hätten die Verschiebung der Nachfrage in den Speckgürtel von Großstädten noch verstärkt.

Neben dem Umland von Metropolen rückten auch kleinere Großstädte zunehmend in den Fokus von Immobilienkäufern. Nördlich von München weisen Augsburg (4.470 Euro; plus 13 Prozent) und Ingolstadt (4.500 Euro; plus 14 Prozent) deutlich steigende Wohnungspreise auf. Beide Städte profitieren von ihrer schnellen Zuganbindung an die Landeshauptstadt und verzeichnen eine starke Nachfrage nach Wohneigentum. In anderen kleineren Großstädten Bayerns kosten Eigentumswohnungen ebenfalls immer mehr, etwa in den Stadtkreisen Würzburg (3.820 Euro; plus 15 Prozent) und Erlangen (4.260 Euro; plus zwölf Prozent). Letzterer ist deutlich teurer als das benachbarte, mehr als viermal so große Nürnberg (3.880 Euro; plus 15 Prozent).

Auch in Baden-Württemberg legen die Wohnungspreise in kleineren Großstädten deutlich zu. In Freiburg (5.090 Euro) erhöhen sich die Quadratmeterpreise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent. Damit ist die Stadt im Breisgau der teuerste Kreis im Bundesland und hat sogar die Landeshauptstadt Stuttgart (4.940 Euro; plus zehn Prozent) überholt. Den stärksten prozentualen Anstieg unter den betrachteten Großstädten verzeichnet Ulm. Während der Quadratmeter vor einem Jahr im Median noch 3.640 Euro gekostet hat, müssen Käufer aktuell bereits mit 4.240 Euro rechnen. Das ist ein Plus von 16 Prozent.

Günstige Wohnungen finden Käufer vor allem in ländlichen Regionen abseits der Großstädte. Allerdings ziehen selbst dort die Preise stark an. In Baden-Württemberg verzeichnen die im Schwarzwald gelegenen Landkreise Freudenstadt (2.030 Euro; plus 18 Prozent) und Calw (2.470 Euro; plus 19 Prozent) deutliche Preiszuwächse. Der Neckar-Odenwald-Kreis (2.210 Euro; plus 26 Prozent) weist sogar den stärksten prozentualen Anstieg aller untersuchten baden-württembergischen Kreise auf. (DFPA/mb1)

Die Immowelt AG ist ein IT-Spezialist für die Immobilienwirtschaft im deutschsprachigen Raum. Kerngeschäft sind die Immowelt-Portale. Zweites Hauptgeschäftsfeld sind CRM-Software-Lösungen für die Immobilienwirtschaft, die das gesamte Spektrum der Immobilienvermarktung abdecken. Die Immowelt Group ist eine Tochter des Medienkonzerns Axel Springer SE.

www.immowelt.de

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