Anlegerbarometer: Mehrheit der jungen Erwachsenen verfügt über schwaches Finanzwissen

Obwohl nur knapp die Hälfte der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren sagt, dass ihre finanzielle Situation gut ist, schaffen es 91 Prozent der jungen Menschen zu sparen. Allerdings haben viele junge Menschen ein schwaches Finanzwissen. Das geht aus dem aktuellen Anlegerbarometer mit dem Schwerpunkt Finanzbildung und Sparen des Asset Managers Union Investment hervor, einer repräsentativen Befragung unter mehr als 2.000 jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 29 Jahren.

Grundsätzlich schauen die meisten jungen Menschen optimistisch in die Zukunft: 82 Prozent sind zuversichtlich, wenn sie an die eigene finanzielle Situation in zehn Jahren denken. Von denjenigen, die es schaffen zu sparen, blicken sogar 91 Prozent optimistisch in die eigene finanzielle Zukunft. Die Mehrheit der jungen Erwachsenen spart, um finanziell unabhängig zu sein (62 Prozent).

Allerdings geben die meisten jungen Erwachsenen ihrem eigenen Finanzwissen gerade noch die Schulnote Drei (3,4). Möglicherweise ist das fehlende Wissen ausschlaggebend dafür, dass die 18- bis 29-Jährigen bei der Geldanlageform oft auf das Sparbuch setzen, so Union Investment. 42 Prozent besitzen eines. Immerhin ein Drittel der jungen Menschen (33 Prozent) spart auch mit Investmentfonds, besonders in Bayern und Baden-Württemberg (jeweils 45 Prozent). Junge Menschen in Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern hingegen haben diese Sparform noch nicht in großem Ausmaß für sich entdeckt (19 Prozent).

Am schlechtesten kennen sich alle jungen Befragten mit dem Thema Vermögenswirksame Leistungen aus. Für ihr Wissen dazu geben sich junge Menschen in Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern mit 4,0 die schlechteste Note. Die beste, allerdings auch nur eine 3,5, geben sich Bayern und Baden-Württemberger.

Wenn es um die Vermittlung von Finanzwissen geht, sehen die meisten jungen Erwachsenen die Schulen in der Verantwortung (85 Prozent). Allerdings bekommen die Schulen von knapp zwei Drittel der Befragten (64 Prozent) für die Vermittlung von Finanzwissen nur die Note mangelhaft bis ungenügend. Besonders ausgeprägt ist diese Meinung in Berlin, dort geben 75 Prozent der Befragten die Schulnote fünf oder sechs. In Rheinland-Pfalz/Saarland zeigt sich ein ähnliches Bild. Dort beurteilen 73 Prozent der jungen Erwachsenen die Leistung der Schulen mit mangelhaft bis ungenügend.

Das Rezept, um erfolgreich zu sparen ist für die meisten Disziplin (90 Prozent). Am häufigsten nennen die Befragten in Schleswig-Holstein dies als ausschlaggebenden Faktor für Sparerfolg (96 Prozent). Dass man in der Familie gelernt hat, wie Sparen richtig funktioniert, halten insbesondere die Befragten in Nordrhein-Westfalen (81 Prozent), Sachsen und Niedersachsen/Bremen (jeweils 80 Prozent) für das Erfolgsrezept. Gegenteiliger Ansicht sind die Befragten in Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern, wo nur etwa zwei Drittel (65 Prozent) der jungen Erwachsenen die Familie für den Erfolgsfaktor beim Sparen halten. Für die Vermittlung von Finanzwissen bekommen die Eltern bessere Noten als die Schulen. Sie erhalten von den Befragten immerhin eine zwei bis drei (2,8). Am besten schneiden sie in Hamburg und Bayern ab (Schulnote jeweils 2,6), am schlechtesten in Berlin (Schulnote 3,2) und Hessen (Schulnote 3,1). (DFPA/JF1)

Die Union Asset Management Holding AG (Union Investment) mit Sitz in Frankfurt am Main ist der Anbieter für die Fondsvermögensverwaltung innerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe.

www.union-investment.de

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