Sicherheit bleibt das zentrale Motiv bei der Geldanlage in Deutschland: 47 Prozent der Befragten nennen eine möglichst hohe Sicherheit als wichtigsten Aspekt – deutlich vor Flexibilität (26 Prozent), Rendite (13 Prozent) und einem Beitrag zur Nachhaltigkeit (acht Prozent). Das sind Ergebnisse der „Anlegerstudie“ der BarmeniaGothaer.
„Geldanlage wird weiterhin als Instrument zur Sicherung der eigenen Stabilität verstanden, weniger als reine Renditechance“, ordnet Anton Buchhart, Vorstand des BarmeniaGothaer Asset Managements die Ergebnisse ein. „Die hohe Sicherheitsorientierung ist Ausdruck eines wachsenden Bedürfnisses nach Planbarkeit in unsicheren Zeiten.“
Die Studie zeigt zudem eine Verschiebung in der Risikowahrnehmung. Während zuletzt die Folgen des Klimawandels im Vordergrund standen, rücken nun globale politische Veränderungen in den Fokus. 83 Prozent der Befragten befürchten, dass globale politische Veränderungen die wirtschaftliche und gesellschaftliche Stabilität in Deutschland gefährden (2025: 81 Prozent). Damit lösen sie die Klimasorgen als wichtigste Einflussgröße auf Anlageentscheidungen ab. Aktuell sorgen sich noch 78 Prozent der Anleger, dass die Folgen des Klimawandels für sie zu höheren Kosten führen könnten. Im vergangenen Jahr waren es 84 Prozent. Ebenfalls weit verbreitet ist die Befürchtung, dass die Preise aufgrund geopolitischer Spannungen weiter steigen und sich deswegen die eigene finanzielle Situation verschlechtert. Derzeit äußern 75 Prozent der Befragten diese Sorge, 2025 waren es 71 Prozent.
Die Sicherheitsorientierung spiegele sich auch in der Produktpräferenz wider: 75 Prozent der Befragten bevorzugen ein Anlageprodukt mit garantiertem Auszahlungsbetrag – selbst dann, wenn sie dafür auf eine höhere Rendite verzichten müssten. (DFPA/mb)
Die BarmeniaGothaer Finanzholding AG ist im September 2024 aus dem Zusammenschluss der Versicherer Gothaer und Barmenia entstanden.