In der kommenden Woche wird vom Bundesverband Alternative Investments (BAI), der zentralen Interessenvertretung der Alternative-Investments-Branche in Deutschland, der „BAI Investor Survey 2025“ veröffentlicht. Der Survey-Report bietet Einblicke in Private-Markets-Investitionen deutscher institutioneller Investoren und zeigt auf, welche Veränderungen im institutionellen Portfolio zu erwarten sind. Dazu befragte der BAI in den vergangenen Monaten 107 deutsche institutionelle Investoren, die über 2.230 Milliarden Euro in Vermögenswerten (AuM) verwalteten. Zusätzlich erhielt der BAI Antworten von 147 Mitgliedsunternehmen, vorwiegend global operative Asset Manager.
Einige der Ergebnisse: Alternative Investments sind etablierte Bausteine für hoch diversifizierte institutionelle Portfolios. Sie machen durchschnittlich 30,31 Prozent des institutionellen Portfolios aus. Mit sinkenden Zinsen geht die Nachfrage nach Anleihen zurück. Sowohl alternative Investments als auch Aktien rücken wieder deutlich stärker in den Fokus der Investoren.
Wie im Vorjahr erwartet der BAI auch für das kommende Jahr erhebliche Mittelzuflüsse für Infrastrukturinvestitionen. Die Anleger sind insgesamt mit der Performance ihrer Private-Equity-Investitionen zufrieden. Obwohl sich die Immobilienmärkte nach den schwierigen Vorjahren erholen und Investoren deutlich optimistischer auf den Markt schauen, bleiben sie zurückhaltend. Viele LPs wollen ihre Allokation weiter reduzieren. Insbesondere für Real Estate Debt bleiben die Kapitalflüsse schwach.
Dr. Philipp Bunnenberg, BAI Head of Alternative Markets, zeigt sich optimistisch: „Mit über 30 Prozent Private Markets und alternativer Strategien sind institutionelle Portfolios langfristig gut aufgestellt. Von der fortschreitenden Diversifizierung werden Manager profitieren, die Investoren Zugang zu einstigen Nischen wie Credit Specialties, ILS und Naturkapital bieten können. Sinkende Zinsen bringen zusätzlichen Schwung in die Alternative Investments Allokation und neue Angebote für Wealth- und Retail-Kunden erregen breite Aufmerksamkeit in den Medien. Alles in allem bewerten Anbieter und Investoren das aktuelle Anlageumfeld und die Kapitalanlageperformance positiv und blicken optimistisch in die Zukunft.“
Für den BAI-Geschäftsführer Frank Dornseifer ist der Erkenntnisgewinn aus dem diesjährigen Survey erneut groß: eine zentrale Botschaft sei der deutlich artikulierte Wunsch nach vereinfachter und besser harmonisierter Regulierung, insbesondere beim Reporting und der Fondsaufsicht, gleichzeitig wird einer stärker zentralisierten Aufsicht bei der ESMA eine deutliche Absage erteilt.
Bemerkenswert sei zudem, dass das Interesse am ELTIF noch stärker zunimmt: ein Viertel der teilnehmenden GPs ist bereits aktiv, ein weiteres Viertel plant entsprechende Plattformen und zwar mit den Fokusanlageklassen Private Debt, Infrastruktur und Private Equity. (DFPA/mb)
Der Bundesverband Alternative Investments e.V. (BAI) mit Sitz in Bonn ist die Interessenvertretung der Alternative-Investment-Branche in Deutschland. Der 1997 gegründete Verband hat rund Mitgliedsunternehmen aus allen Bereichen des professionellen Alternative-Investments-Geschäfts, wie zum Beispiel Banken, Fondsgesellschaften, Beratungsunternehmen, Hedge- und Private-Equity-Fonds sowie Branchen-Dienstleister.