Immer mehr Menschen in Deutschland interessieren sich für nachhaltige Geldanlagen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Bundesverbands deutscher Banken (BdB). Demnach haben inzwischen 55 Prozent der Bevölkerung schon von nachhaltigen Geldanlagen gehört oder gelesen – 2019 war es erst ein Drittel.
Der Anteil derjenigen, die tatsächlich in nachhaltige Produkte investieren, stieg auf 14 Prozent (2023: 10 Prozent). Besonders in Haushalten mit höheren Einkommen gewinnt die Anlageform an Bedeutung: In der Einkommensgruppe über 3.500 Euro investiert mittlerweile rund ein Fünftel der Befragten nachhaltig.
Als größte Hürde nennen 43 Prozent mangelndes Wissen über nachhaltige Finanzprodukte. Gleichzeitig zeigt sich ein erhebliches Wachstumspotenzial: Sechs von zehn Befragten, die nachhaltige Geldanlagen kennen, aber bisher nicht nutzen, können sich künftig ein Investment vorstellen.
Bei den Präferenzen überwiegen ökologische Aspekte. 52 Prozent der Befragten legen Wert auf hohe Umwelt- und Sozialstandards in Unternehmen, 48 Prozent wollen in konkrete soziale oder umweltverträgliche Projekte investieren. Etwa ein Viertel bevorzugt den Ausschluss von Branchen mit negativer Umwelt- oder Sozialwirkung.
Für Anbieter und Vermögensverwalter dürfte die Studie ein Signal sein: Das Bewusstsein und die Investitionsbereitschaft für nachhaltige Geldanlagen steigen, doch Informationsdefizite und mangelnde Produkttransparenz bremsen das Wachstum noch aus. Eine Mehrheit von 44 Prozent der Befragten befürwortet daher eine klarere Kategorisierung nachhaltiger Finanzprodukte, um die Auswahl zu erleichtern. (DFPA/abg)
Die vollständigen Umfrageergebnisse finden Sie hier.
Der Bundesverband deutscher Banken (Bankenverband) mit Sitz in Berlin ist die Interessenvertretung der privaten Banken in Deutschland. Dem 1951 gegründeten Bankenverband gehören mehr als 210 private Banken und elf Landesverbände an.