Das Statistische Bundesamt hat die aktuellen Baugenehmigungszahlen veröffentlicht. Im Februar 2026 wurden 22.200 Wohnungen genehmigt – das entspricht einem Anstieg von 24,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Bei Mehrfamilienhäusern summiert sich die Zahl der Genehmigungen auf 21.900 Wohnungen, ein Anstieg von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
„Die Zahlen sind ein vorsichtiger Hoffnungsschimmer, aber es bleibt die Frage, wie tragfähig der Aufschwung ist“, kommentiert ZIA-Hauptgeschäftsführerin Aygül Özkan. Die Rahmenbedingungen für Investitionen bleiben fragil. Geopolitische Unsicherheiten, hohe Baukosten und weiterhin teure Energiepreise belasten die Projekte schon in der Planungsphase. „Wer heute baut, geht nach wie vor erhebliche Risiken ein. Viele Projekte brauchen einen langen Atem unter den jetzigen Bedingungen“, so Özkan.
Vor diesem Hintergrund rücke die geplante Novelle des Baugesetzbuchs in den Fokus. Der kürzlich vorgestellte Referentenentwurf setze aus Sicht des ZIA an wichtigen Punkten an: mehr Tempo in den Verfahren, Digitalisierung von Planung und Genehmigung sowie ein klares Signal für serielles und modulares Bauen. „Das Problembewusstsein ist erkennbar“, sagt Özkan. „Doch die bisher vorgesehenen Änderungen reichen nicht aus, um die strukturellen Engpässe bei Planung und Genehmigung wirksam zu beseitigen.“ (DFPA/ljh)
Der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA) ist der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft. Er spricht durch seine Mitglieder, darunter mehr als 30 Verbände, für rund 37.000 Unternehmen der Branche entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
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