Institutionelle Investoren setzen weiterhin auf nachhaltige Kapitalanlagen. 85 Prozent berücksichtigen bei ihren Investments ESG-Kriterien. Mehr als zwei Drittel der Großanleger (68 Prozent) sind überzeugt, dass Nachhaltigkeit langfristig einen hohen ökonomischen Nutzen hat. Dagegen lassen sich nur wenige von der zunehmenden Polarisierung beim Thema Nachhaltigkeit beeinflussen. 88 Prozent der Investoren zufolge hat diese keine Auswirkungen auf ihre Anlagestrategie. Das geht aus der diesjährigen Befragung von 130 institutionellen Anlegern in Deutschland zur nachhaltigen Kapitalanlage durch den Asset Manager Union Investment hervor.
Nachhaltige Anlagen machen bei den Befragten im Durchschnitt fast zwei Drittel der Portfolios aus: Der Anteil nachhaltiger Assets beträgt 65 Prozent, der konventioneller 35 Prozent.
Die Investoren begründen ihre Entscheidung, nachhaltig zu investieren, in erster Linie mit den Werten des eigenen Unternehmens (84 Prozent) sowie dem Wunsch, Verantwortung zu übernehmen (81 Prozent). Angesichts der vor allem intrinsischen Motivation verwundert es nicht, dass 87 Prozent der Befragten es sich nicht vorstellen können, aus nachhaltigen Kapitalanlagen auszusteigen.
Dennoch steht auch bei nachhaltigen Kapitalanlagen für die meisten Investoren die Rendite an erster Stelle: Für 62 Prozent hat die Rendite Priorität, während für 38 Prozent der Befragten die Nachhaltigkeitswirkung im Vordergrund steht. Was Rendite und Risiko betrifft, sind nachhaltige und konventionelle Anlagen aus Sicht der meisten Befragten ohnehin auf vergleichbarem Niveau. 66 Prozent sehen unter Rendite- und 63 Prozent unter Risikoaspekten kaum Unterschiede zwischen nachhaltigen und konventionellen Portfolios.
In Hinblick auf die Realisierbarkeit von Nachhaltigkeitszielen sind die Befragten skeptisch. So glauben 91 Prozent der Befragten nicht daran, dass die 2015 in Paris vereinbarten Klimaziele erreichbar sind. Zwar überwog bereits bei der Investorenbefragung im Jahr 2016 der Anteil der Skeptiker. Dieser hat sich jedoch seitdem um weitere 20 Prozentpunkte erhöht. (DFPA/mb)
Die Union Asset Management Holding AG (Union Investment) mit Sitz in Frankfurt am Main ist der Anbieter für die Fondsvermögensverwaltung innerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe. Die Union Investment Real Estate GmbH ist eine Immobilien-Managementgesellschaft innerhalb der Union Investment-Gruppe.