Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen (DFIs) sollen ihre Strategien stärker auf die Mobilisierung privaten Kapitals ausrichten, um Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung in Schwellen- und Entwicklungsländern zu fördern. Das geht aus einem neuen Bericht hervor, den die britische Entwicklungsbank British International Investment (BII) gemeinsam mit der Beratung Itad veröffentlicht hat.
Demnach können DFIs durch gezielte Veränderungen in ihren Geschäftsmodellen privates Kapital in deutlich größerem Umfang anziehen. Dazu zählen laut dem Bericht vier zentrale Schritte: der Ausbau von Origination- und Portfoliomanagement-Kapazitäten, das Bündeln und Teilen von Kreditrisiken mit privaten Investoren, die Erhöhung der Investierbarkeit von Vermögenswerten sowie eine stärkere Zusammenarbeit zwischen DFIs und privaten Vermögensverwaltern.
BII-Chef Leslie Maasdorp erklärte, DFIs müssten sich vom bisherigen „originate-to-hold“-Ansatz hin zu einem „originate-to-share“-Modell entwickeln, bei dem Risiken und Erträge mit institutionellen Investoren geteilt werden. Nur so ließen sich die für die Sustainable Development Goals (SDGs) und den Klimaschutz erforderlichen Investitionen in den Schwellenländern mobilisieren. Öffentliche Mittel allein reichten dafür nicht aus, so Maasdorp.
BII setzt nach eigenen Angaben bereits auf Plattformmodelle wie die indische Energieplattform Ayana oder Growth Investment Partners Zambia. Diese hätten gezeigt, dass durch gemeinsame Investitionen mit Pensionsfonds und anderen Partnern signifikant mehr privates Kapital für Entwicklungsziele mobilisiert werden könne. (DFPA/abg)
Den vollständigen Report finden Sie hier.
British International Investment (BII) ist die staatliche Entwicklungsfinanzierungsinstitution des Vereinigten Königreichs und war früher als CDC Group bekannt. Sie investiert vor allem in Afrika, Asien und die Karibik, um nachhaltige und inklusive Wirtschaftsentwicklung zu fördern. Im Jahr 2023 betrugen die Neuzusagen 1,31 Milliarden Pfund, während das Gesamtportfolio 7,3 Milliarden Pfund umfasste. Ihr Ziel ist es, wirtschaftliches Wachstum mit sozialer und ökologischer Wirkung zu verbinden und so eine langfristige Entwicklung zu unterstützen.