Studie: Biodiversität wird zum Erfolgsfaktor für Banken und Investoren
Der Schutz der biologischen Vielfalt entwickelt sich für Banken und Investoren zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. Das geht aus einem aktuellen Positionspapier des Sustainable Finance Cluster hervor. Demnach hängen drei Viertel der Unternehmenskredite im Euroraum von ökologisch intakten Ökosystemen ab – deren fortschreitender Verlust erhöhe nicht nur ökologische, sondern auch finanzielle Risiken.
Für Investoren eröffnen sich laut dem Positionspapier „Biodiversity in Banking“ zugleich neue Chancen: Wer Biodiversität konsequent in seine Strategien integriert, kann Risiken besser managen und von wachsenden Märkten für naturpositive Finanzprodukte profitieren. Die Studie betont, dass Lösungen und Dateninstrumente längst verfügbar seien. „Wer jetzt handelt, stärkt nicht nur Natur und Umwelt, sondern sichert auch langfristig stabile Renditen“, heißt es in dem Bericht.
Noch aber hakt es an der Umsetzung: Nur ein Viertel der befragten Banken verfügt über eine eigene Biodiversitätsstrategie. Das Cluster empfiehlt Investoren und Kreditinstituten, Biodiversität als festen Bestandteil von Risiko- und Portfoliomanagement zu verankern und klare Ziele zu setzen. Standardisierte Berichtspflichten wie die EU-Nachhaltigkeitsrichtlinie CSRD oder die internationale TNFD-Initiative könnten dabei für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit sorgen. (DFPA/abg)
Die komplette Studie erhalten Sie hier.
Das Sustainable Finance Cluster e.V. ist 2018 aus einem Zusammenschluss der Accelerating Sustainable Finance Initiative der Deutschen Börse und des Green Finance Clusters Frankfurt des Hessischen Wirtschaftsministeriums entstanden. Damit erfolgte eine Bündelung der Aktivitäten im Feld Sustainable Finance, um eine effizientere Nutzung der Finanzmarktexpertise im Bereich Nachhaltigkeit zu erreichen. Ziel ist vor allem die Formulierung und Umsetzung konkreter Handlungsansätze für die Zukunftsfähigkeit nationaler und internationaler Finanzmärkte.