Von August bis September setzte der Biotechnologiesektor seine positive Entwicklung fort. Small-Cap-Biotech-Unternehmen verzeichneten ihr bestes Quartal seit dem vierten Quartal 2023, was Anlass zu Optimismus gibt, dass das Segment in eine neue Aufschwungphase eintritt, so merkt Benedicte Bakke, Portfoliomanagerin bei dem norwegischen Vermögensverwalter DNB Asset Management, in einem Kommentar an.
Seit Jahresbeginn hat der Biotechnologiesektor (Nasdaq Biotechnology Index) eine Rendite von 13,9 Prozent (in US-Dollar) erzielt, verglichen mit 17,8 Prozent für den Gesamtmarkt und 4,3 Prozent für den Gesundheitssektor. Die Bedenken hinsichtlich Zöllen und Arzneimittelpreisen hätten sich in letzter Zeit gelegt, und sowohl US-amerikanische als auch europäische Unternehmen passten ihre Strategien an, um verschiedene Szenarien abzufedern. Die Erwartungen hinsichtlich künftiger Zinssenkungen durch die Fed könnten die Aussichten für den Sektor weiter stärken.
Historisch gesehen habe sich die Biotechnologie in Märkten mit fallenden Zinsen tendenziell besser entwickelt, da günstigere Finanzierungsbedingungen die Kapitalkosten senken und die Risikobereitschaft verbessern. Angesichts der bereits starken Dynamik aufgrund klinischer Daten und Fusionen und Übernahmen könne die lockere Geldpolitik der USA weitere allgemeine Kapitalzuflüsse begünstigen. Während der Zinssenkungszyklus der Europäischen Zentralbank (EZB) sich dem Ende nähert, bleibt die US-Politik der wichtigste Treiber, und stabile Zinsen in Europa könnten weiterhin die Diversifizierung in innovative Wachstumssektoren wie Biotechnologie unterstützen.
In Europa war die Performance des niederländischen Unternehmens UniQure einer der großen Gewinner. Die Aktie stieg um mehr als 250 Prozent, nachdem das Unternehmen bahnbrechende klinische Ergebnisse für seine Gentherapie gegen die Huntington-Krankheit vorgelegt hatte.
In der Biotechnologie werde es jedoch niemals nur positive Nachrichten geben. „Wir beobachten auch tendenziell Überreaktionen in der Aktienvolatilität im Zusammenhang mit Ereignissen, die ebenfalls Chancen bieten. Mit Blick auf das Jahresende stehen mehrere Konferenzen und Branchenveranstaltungen an, die oft mit verstärkten M[&]A-Aktivitäten im Vorfeld wichtiger Investorenkonferenzen Anfang 2026 zusammenfallen. Insgesamt sehen wir einen Sektor, der von starken Fundamentaldaten gestützt wird, und bleiben optimistisch hinsichtlich der Aussichten“, so Bakke. (DFPA/mb)
DNB Asset Management S.A. ist ein führender nordischer Vermögensverwalter, der Produkte innerhalb der nordischen Anlageklassen und in ausgewählten Themenbereichen anbietet. Er gehört zu 100 Prozent der an der Osloer Börse notierten DNB ASA Group, die zu den erfolgreichsten Finanzdienstleistern Skandinaviens zählt.