2025 war ein bewegtes Jahr für Kryptowährungen. Anfang 2026 stehen die Zeichen bislang auf Erholung, der Kurs des Bitcoins hat seit Jahresstart rund fünf Prozent zugelegt. Finanztip warnt jedoch davor, sich von allzu optimistischen Prognosen mitreißen zu lassen. Der Geld-Ratgeber Finanztip hat Bitcoin-Plattformen getestet und erläutert, worauf Anleger achten sollten.
Bitcoin ist die älteste und größte digitale Währung und macht aktuell etwa 57 Prozent des gesamten Kryptomarkts aus. Trotz zwischenzeitlichem Allzeithoch lag der Kurs auf Jahressicht 2025 rund fünf Prozent im Minus. „Anlegende können ihr Geld kaum risikoreicher anlegen als in Kryptowährungen“, sagt Nadine Graf, Finanztip-Expertin für Geldanlage. „Wer die Technologie dahinter spannend findet und sich gerne ausprobieren möchte, sollte dafür nur kleine Summen einsetzen und sich bewusst sein, dass er oder sie den kompletten Einsatz verlieren kann.“ Auch eine Einlagensicherung wie bei Bankkonten oder andere Sicherheitsmechanismen gibt es für Bitcoins und andere Kryptowährungen nicht.
Risikofreudige Anlegende, die in Bitcoin investieren wollen, sollten das nicht einfach über das normale Wertpapierdepot machen, auch wenn dies bei einigen Neobrokern möglich ist. Laut Finanztip-Analyse haben viele Anbieter den Nachteil, dass Anlegende gekaufte Coins nicht auf ein anderes Wallet transferieren können. Damit sind sie an den Anbieter gebunden. Wieder andere Neobroker bieten nur wenig Leistungen bei vergleichsweise hohen Preisen. Der Geldratgeber empfiehlt daher für den Bitcoin-Kauf spezialisierte Plattformen. Besonders die Anbieter Bitvavo, Finst und Bison sind empfehlenswert. Bitvavo und Finst seien kostengünstige Plattformen, Bitvavo biete dazu auch einen großen Leistungsumfang. Bison als Angebot der Börse Stuttgart sei leicht bedienbar und habe ein besonders breites Leistungsspektrum. Für Anlegende, die ihre gekauften Coins nicht selbst verwahren möchten, stellen die Anbieter einfache Lösungen zur Verfügung. Die jeweiligen Anbieter für die Krypto-Verwahrung halten Lizenzen der jeweiligen EU-Länder.
Finanztip hat für seinen aktuellen Test rund 20 Anbieter kontaktiert und nur jene bewertet, die alle abgefragten Informationen vollständig bereitgestellt haben. Die Finanztip-Empfehlungen erfüllen die folgenden Mindestkriterien, auf die auch Privatanleger bei der Auswahl einer geeigneten Bitcoin-Handelsplattform achten sollten, darunter ein gut nachvollziehbares Gebührenmodell und eine Einzahlungsmöglichkeit von einem deutschen Girokonto. (DFPA/mb)
Die Finanztip Verbraucherinformation gemeinnützige GmbH ist ein Geld-Ratgeber mit Sitz in Berlin.