Die Stimmung unter internationalen Fondsmanagern bleibt deutlich optimistisch. Laut einer Umfrage der Bank of America[nbsp] rechnen nur vier Prozent mit einer harten wirtschaftlichen Landung. Gleichzeitig steigt die Aktienquote auf ein Rekordniveau.
Nur vier Prozent der befragten Fondsmanager gehen derzeit von einer sogenannten harten Landung der Weltwirtschaft aus. Das geht aus der aktuellen „Global Fund Manager Survey“ der Bank of America hervor, an der zwischen dem 8. und 14. Mai rund 170 Investoren mit einem verwalteten Vermögen von 461 Milliarden Dollar teilnahmen.
Parallel dazu hat die Aktienallokation weltweit deutlich zugelegt und erreicht laut Umfrage einen neuen Höchststand. Gleichzeitig sank die durchschnittliche Cash-Quote auf 3,9 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit Februar 2024. Marktbeobachter werten dies als Zeichen stark gestiegener Risikobereitschaft.
Als zentrales Risiko nennen 40 Prozent der Befragten eine mögliche zweite Inflationswelle. Zudem erwarten 66 Prozent ein Ende möglicher Engpässe in der Straße von Hormus in den kommenden Monaten. Die Mehrheit der Investoren rechnet außerdem mit einem Renditeniveau von rund sechs Prozent bei 30-jährigen US-Staatsanleihen.
Die Markttechnik gilt als angespannt: Der sogenannte „Bull [&] Bear Indicator“ der Bank of America liegt nahe einem Verkaufssignal. Das Research-Team verweist darauf, dass stark steigende Aktienquoten historisch häufig mit erhöhter Rückschlaggefahr einhergingen.
Besonders auffällig ist die Konzentration auf einzelne Marktsegmente: Als meist überfüllter Handel gelten derzeit globale Halbleiterwerte. Gleichzeitig sind zyklische Aktien, Technologie und Rohstoffe stark übergewichtet, während Anleihen und Eurozonen-Aktien deutlich untergewichtet sind.
Die Bank of America sieht damit eine zunehmend einseitige Positionierung institutioneller Investoren, die kurzfristig anfällig für abrupte Marktbewegungen werden könnte. (DFPA/abg)