Der brasilianische Spitzendiplomat und Botschafter in Berlin, Roberto Jaguaribe Gomes De Mattos, hat bei einer Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung eine stärkere Rolle der BRICS-Staaten in der internationalen Ordnung gefordert. Die bestehenden globalen Institutionen spiegelten nicht mehr die Realität einer multipolaren Welt wider, sagte der Sonderberater des brasilianischen Außenministeriums.
Jaguaribe kritisierte insbesondere die globalen Finanzstrukturen. Entwicklungs- und Schwellenländer hätten nach wie vor erschwerten Zugang zu Kapital. Die BRICS-Staaten – Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – wollten sich künftig stärker für Reformen bei IWF, Weltbank und Ratingagenturen einsetzen.
Der frühere Botschafter betonte, BRICS sei kein Gegenmodell zur G7, sondern ein ergänzendes Format. Im Juni übernimmt Brasilien den Vorsitz der Gruppe. Schwerpunkte sollen Ernährungssicherheit, Digitalisierung und Gesundheitsversorgung sein. (DFPA/abg)
Das YouTube-Video zur Veranstaltung finden Sie hier.
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