Die neue Labour-Regierung versprach wirtschaftliche Stabilität und Wachstum, doch stattdessen wurde das Vertrauen der Anleger in den britischen Markt für Staatsanleihen in den letzten Wochen erschüttert. Neil Mehta, Investment Grade Portfolio Manager, beleuchtet die strukturellen Kräfte, die die britische Wirtschaft beeinflussen, und was die jüngsten Marktbewegungen für Anleger bedeuten.
Seine wichtigsten Erkenntnisse: Die Wachstumsaussichten für Großbritannien verschlechtern sich, da die Staatsfinanzen in Gefahr sind und die Inflation immer noch nicht gebändigt ist. Dies hat sich in einer höheren Volatilität und geringeren Liquidität auf dem Markt für britische Staatsanleihen niedergeschlagen. Die Risikoprämie, die der Markt britischen Vermögenswerten beimisst, könnte bis zu einer Änderung der Politik bestehen bleiben.
Positionierung
Aus Anlagesicht spiegeln die langfristigen Staatsanleihen Mehtas Ansicht nach immer noch nicht vollständig die Risikoprämien wider, die mit einem schwierigen fiskalischen Hintergrund in Verbindung mit anhaltendem und erhöhtem Inflationsdruck verbunden sind. „Die Kurse (Renditen) müssten nach unten (oben) korrigiert werden, um den massiven Bruttofinanzierungsbedarf der britischen Regierung, die übermäßige Inflation, das schwache Wachstum, die höheren Defiziterwartungen und das steigende politische Risiko widerzuspiegeln“, urteilt Mehta.
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