An den fünf wichtigsten Bürostandorten Deutschlands (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München) im zweiten Quartal 2026 wurde ein Büroflächenumsatz von 651.100 Quadratmetern erreicht. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspräbe das einem Plus von rund 14 Prozent. Der Anstieg sei maßgeblich durch das starke Umsatzplus in Berlin und München getragen. Das ergab eine Marktanalyse von Cushman & Wakefield.
Auf Halbjahressicht zeigt sich der Markt in den Top-5-Standorten nahezu stabil: das Umsatzvolumen summierte sich auf 1,153 Millionen Quadratmeter und lag damit ein Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Mario Herbst, Head of Leasing und Tenant Representation Germany bei Cushman & Wakefield: „Das wirtschaftliche Umfeld bleibt weiterhin von vorsichtiger Unternehmensplanung geprägt. Unverändert werden Flächenentscheidungen sorgfältig geprüft und häufig an langfristige Standort- und Effizienzziele gekoppelt.“
Und Hanjo Theiss, Head of Office Agency & Office Sector Germany bei Cushman & Wakefield, analysiert im Hinblick auf das aktuelle Nutzerverhalten und Nutzerpräferenzen: „Unternehmen entscheiden weiterhin selektiv, setzen aber bei passenden Flächen auch größere Gesuche um. Im Fokus stehen weiterhin moderne und effiziente Büroflächen in zentralen Lagen mit guter Verkehrsanbindung. Dabei steht für potenzielle Mieter und Nutzer die Flächenflexibilität, die Ausstattungsqualität, auch im Hinblick auf ESG-Kriterien, und die langfristige Wirtschaftlichkeit im Mittelpunkt.“
Die erzielbaren Spitzenmieten legten im Jahresvergleich in allen Top-5-Märkten zu. Damit zeigt sich das Spitzensegment auch bei uneinheitlichem Flächenumsatz weiterhin robust. Mit 57,00 Euro pro Quadratmeter bleibt München der teuerste Top-5-Markt mit einem Anstieg im Jahresvergleich von 3,6 Prozent. Frankfurt folgt mit aktuell 53,00 Euro pro Quadratmeter, ebenfalls mit plus 3,6 Prozent. Berlin liegt bei 47,00 Euro pro Quadratmeter und registriert mit 4,4 Prozent das höchste Plus unter den Top 5. Düsseldorf verzeichnete einen leichten Anstieg von plus 2,2 Prozent auf 46,00 Euro pro Quadratmeter bei weiterhin hohem Spitzenmietniveau in der Rheinmetropole. Der zumindest unter den Top 5 mit ziemlichem Abstand fünftplatzierte Markt ist Hamburg, das mit plus 4,2 Prozent den zweithöchsten Anstieg und damit eine Spitzenmiete von 37,50 Euro pro Quadratmeter vorweist.
Die steigenden Spitzenmieten zeigen, dass hochwertige Flächen in guten Lagen weiterhin gefragt sind. Die gleichzeitig zunehmenden Leerstände verdeutlichen jedoch die wachsende Kluft im Flächenangebot. Hanjo Theiss sagt: „Nach unserer Einschätzung ist diese Entwicklung ein zentraler Beleg für die anhaltende Marktspreizung: hochwertige Flächen bleiben gefragt, ältere oder weniger effiziente Bestände tragen unter anderem dazu bei, den Angebotsdruck weiter zu erhöhen.“ (DFPA/ljh)
Cushman & Wakefield zählt zu den führenden globalen Immobiliendienstleistern. In Deutschland ist das börsennotierte Unternehmen mit Niederlassungen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München vertreten. Im Jahr 2025 betrug der weltweite Umsatz des Unternehmens 10,3 Milliarden US-Dollar.