Bundesnetzagentur: Erneuerbare decken 2025 fast 59 Prozent der Stromerzeugung
In Deutschland wurden im Jahr 2025 insgesamt 437,6 Terawattstunden (TWh) Strom erzeugt und damit nahezu genauso viel wie im Vorjahr, wie die Bundesnetzagentur auf Basis der Plattform SMARD mitteilte. Davon stammten 257,5 TWh oder 58,8 Prozent aus erneuerbaren Energien, angeführt von der Windkraft und einem kräftigen Zuwachs bei der Photovoltaik.
Die Windenergie blieb mit zusammen 132,6 TWh aus Onshore- und Offshore-Anlagen der wichtigste Energieträger, während die Solarstromerzeugung dank mehr Sonnenstunden und zusätzlicher Kapazitäten auf 74,1 TWh deutlich zulegte. Konventionelle Kraftwerke lieferten 180,1 TWh, wobei die Stromproduktion aus Erdgas um 6,4 Prozent stieg, während die Braunkohle weiter an Bedeutung verlor.
Am Großhandelsmarkt verteuerte sich Strom spürbar: Der durchschnittliche Day-Ahead-Preis kletterte um 13,8 Prozent auf 89,32 Euro je Megawattstunde. Gleichzeitig nahm die Zahl der Stunden mit negativen Preisen auf 573 zu, was auf zeitweise hohe Einspeisung aus erneuerbaren Energien bei geringer Nachfrage hinweist.
Im grenzüberschreitenden Stromhandel blieb Deutschland Nettoimporteur, verringerte diesen Saldo aber deutlich. Die Importe sanken leicht auf 76,2 TWh, während die Exporte auf 54,3 TWh stiegen, sodass der Nettoimport um mehr als ein Fünftel auf 21,9 TWh zurückging. (DFPA/abg)
Die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen fördert in den regulierten Sektoren einen wirksamen Wettbewerb und gewährleistet einen diskriminierungsfreien Netzzugang. Sie schützt wichtige Verbraucherrechte und ist darüber hinaus zuständige Behörde nach dem Signaturgesetz (Qualifizierte elektronische Signatur). Zudem ist die Bundesnetzagentur verantwortlich für die Umsetzung des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes.