Der deutsche Fondsverband BVI appelliert an die Politik, nach der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 schnell Entscheidungen zu zentralen Finanzthemen zu treffen.
Deutschland habe einen immensen Reformstau zu Lasten der Sparer, der Infrastruktur und der Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes, so Hauptgeschäftsführer Thomas Richter. Auf nationaler und EU-Ebene seien Deregulierung und Bürokratieabbau notwendig. Richter: „Die Überregulierung verursacht hohe Kosten. Dieses Geld wäre in Technologie besser investiert“.
So drängt der BVI auf eine rasche Reform der privaten Altersvorsorge. Die nächste Regierung solle ein renditestarkes und flexibles Modell mit weniger Bürokratie und mehr Wahlfreiheit umsetzen, so Hauptgeschäftsführer Richter. Zudem müsse privates Kapital verstärkt in die deutsche Infrastruktur gelenkt werden. Ein neues Zukunftsfinanzierungsgesetz könnte Fonds Investitionen in erneuerbare Energien erleichtern.
Der BVI kritisiert zudem die ausufernde Bürokratie in der EU und fordert eine Deregulierung, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Assetmanagement-Branche zu sichern. Besonders die Nachhaltigkeitsberichterstattung müsse entschlackt werden. Richter begrüßt eine geplante EU-Initiative zur Vereinfachung, fordert aber weitergehende Reformen.
Angesichts steigender Kosten für Finanzmarktdaten fordert der BVI außerdem einen „EU Data Vendor Act“, um marktbeherrschende Anbieter zu regulieren und den Kostendruck auf die Fondsbranche zu verringern. Richter: Denn wenn wir das nicht tun, wird der bereits erhebliche Kostendruck in der Fondswirtschaft noch weiter zunehmen – auch zum Nachteil der Anleger.“ (DFPA/abg)
Der deutsche Fondsverband BVI mit Sitz in Frankfurt am Main und Büros in Berlin und Brüssel ist Repräsentant der Investmentbranche in Deutschland.