Der anglo-niederländische Vermögensverwalter Cardano hat ein Verfahren erprobt, mit dem Investoren die Biodiversitätswirkung ihrer Portfoliounternehmen besser messen können. In einer Feldstudie in Malaysia kam sogenannte Eco-Akustik zum Einsatz: Naturgeräusche werden mit speziellen Aufnahmegeräten aufgezeichnet und per KI ausgewertet.
Die Ergebnisse sollen Anlegern helfen, Fortschritte von Unternehmen bei Naturschutzmaßnahmen transparenter zu machen und nachhaltige Investitionsentscheidungen zu stützen.
Laut Cardano liefert auch kostengünstige Technik wie der AudioMoth belastbare Daten, was eine großflächige Anwendung erleichtert. „Eco-Akustik erlaubt es, Veränderungen der Artenvielfalt in Echtzeit zu erfassen und liefert Investoren damit eine neue Grundlage für Engagement und Berichterstattung“, sagt Greta Fearman, Leiterin Stewardship bei Cardano.
Die Methode eröffne besonders Pensionsfonds, Versicherern und anderen institutionellen Investoren neue Chancen: Sie können Biodiversitätsziele in ihren Portfolios überprüfen, Fortschritte dokumentieren und aktiv mit Unternehmen zusammenarbeiten, die Umweltstandards verbessern wollen. Auch Portfoliounternehmen profitieren, da sie ihre Naturschutzmaßnahmen besser messen, auswerten und gegenüber Investoren nachweisen können. (DFPA/abg)
Cardano ist ein unabhängiger, anglo-niederländischer Vermögensverwalter, der 2000 gegründet wurde. Mit Hauptsitz in Rotterdam und Niederlassungen in London und Edinburgh verwaltet das Unternehmen rund 60 Milliarden Euro für etwa 70 institutionelle Kunden, darunter Pensionsfonds, Versicherungen und Banken. Cardano ist bekannt für seine Expertise in der Kombination von finanzieller Performance mit nachhaltigem Risikomanagement und sozialer Verantwortung. Das Unternehmen bietet maßgeschneiderte Anlagelösungen, darunter Haftungsmanagement, Altersvorsorgeberatung und Impact Investing. Im Juni 2024 gab Mercer, ein Unternehmen der Marsh McLennan-Gruppe, die Übernahme von Cardano bekannt.
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