Der CFS-Index, der vierteljährlich die Verfassung der deutschen Finanzbranche abbildet, sinkt im ersten Quartal 2026 um 2,7 Punkte auf den Stand von 104,3 Zählern. Nach Spitzenwerten zum Jahresende 2025 korrigieren die befragten Führungskräfte und Manager aus deutschen Finanzinstituten das aktuelle Umsatz- und Ertragswachstum mit einem Minus von 11,9 beziehungsweise 12,4 Punkten deutlich nach unten.
Die Panelisten aus den Reihen der dienstleistenden Unternehmen hatten diese Abwärtsbewegung bereits im Vorquartal gemeldet. Entsprechend niedriger war der aktuell verzeichnete Rückgang. Das Mitarbeiterwachstum in der Gesamtbranche geht weiter stark ins Minus und stabilisiert sich mit 94,3 Zählern unterhalb der neutralen Marke von 100 Punkten. Das Wachstum der Investitionen bleibt im Vergleich zu den Vorjahren bei 109,3 Punkten dauerhaft hoch.
„Die Brancheninsider sehen einen Finanzsektor unter Margendruck, der von Personal auf Technologie umschichtet“, kommentiert Prof. Dr. Andreas Hackethal, Direktor des Center for Financial Studies (CFS), die Ergebnisse.
Die Bewertung der zukünftigen internationalen Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland hat sich im Vergleich zum letzten Erhebungszeitraum, dem vierten Quartal 2025, deutlich verbessert. In der aktuellen Einschätzung der Panelisten gewinnt der Standort Deutschland 11,6 Punkte und markiert einen Stand von 103,3 Zählern (viertes Quartal 2025: 91,7 Zähler). Sowohl die Bewertungen der Finanzinstitute als auch die der dienstleistenden Unternehmen bewegen sich dabei auf fast gleichem Niveau. Im letzten Quartal hatten vor allem die Finanzdienstleister die Bedeutung des Finanzplatzes überraschend negativ gesehen. (DFPA/mb)
Das Center for Financial Studies (CFS) ist ein unabhängiges, nicht gewinnorientiertes Forschungsinstitut. Träger ist die gemeinnützige Gesellschaft für Kapitalmarktforschung e.V. (GfK). Das Institut wurde 1967 unter dem Namen Institut für Kapitalmarktforschung gegründet und im Jahr 1996 in Center for Financial Studies umbenannt.