Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) ist saisonbereinigt im August mit 138,3 Punkten gegenüber 138,5 Punkten (revidiert) im Vormonat nahezu unverändert.
Beim Nordrange-Index, der Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung im nördlichen Euroraum und in Deutschland gibt, ist ein Rückgang von 119,7 (revidiert) auf 117,3 Punkte im August zu beobachten. Allerdings ist diese Größe recht volatil. Die Trendkomponente des Index ist im August gegenüber dem Vormonat leicht gestiegen. In den chinesischen Häfen ist der Containerumschlag mit 151,5 Punkten gegenüber 150,7 Punkten (revidiert) im Vormonat leicht gestiegen. Der RWI/ISL-Containerumschlag-Index für September 2025 wird am 31. Oktober 2025 veröffentlicht.
Zur Entwicklung des Containerumschlag-Index sagt RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt: „Das hohe Niveau des Containerumschlags im August zeigt erneut, dass der Welthandel insgesamt recht robust gegenüber der Zollpolitik der USA ist. Die hohen Zölle zwingen Unternehmen trotzdem, ihre internationalen Lieferketten umzubauen. Dieser Prozess läuft noch. Die vollen Preiseffekte der Zölle sind noch nicht sichtbar. Daher dürfte der Containerumschlag künftig schwächer werden. Deutschland spürt den schwachen Welthandelt jedoch bereits. Die Auslandsnachfrage nach deutschen Waren schwächelt – wegen höherer Zölle, aber insbesondere aufgrund der gesunkenen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Anders als früher können wir uns nicht mehr auf kräftige Exportzuwächse verlassen.“ (DFPA/mb)
Das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (RWI) ist ein Zentrum für wissenschaftliche Forschung und evidenzbasierte Politikberatung in Deutschland. Es wurde 1926 gegründet und arbeitet seit 1943 in rechtlicher Selbständigkeit als eingetragener Verein; es dient ausschließlich gemeinnützigen Zwecken.