In der Private-Credit-Branche setzen immer mehr Fonds auf sogenannte Continuation Funds, um Investoren Liquidität zu verschaffen. Das berichtet das Fachmedium PitchBook. Diese Fondsmodelle, die in der Private-Equity-Welt längst etabliert sind, sollen Anlegern (LPs) ermöglichen, aus bestehenden Investments auszusteigen, ohne dass die Fondsmanager (GPs) ihre besten Vermögenswerte verkaufen müssen.
Hintergrund ist der zunehmende Liquiditätsdruck im Private Credit: Rückflüsse aus älteren Fondsjahrgängen bleiben hinter den Erwartungen zurück. Laut PitchBook-Daten haben direkte Kreditfonds (Direct Lending) der Jahrgänge 2017 bis 2019 bislang Kapitalrückflüsse (DPI) zwischen 0,64x und 0,87x erzielt – und damit das eingesetzte Kapital noch nicht vollständig an die Anleger zurückgeführt. Viele Fonds nähern sich dem Laufzeitende, während ein erheblicher Teil der Kredite weiterhin aussteht.
Als Reaktion strukturieren Manager wie Antares Capital und Abry Partners bestehende Kredite in neue Continuation Funds um – oft unterstützt von Zweitmarkt-Investoren wie Ares Management oder Coller Capital. Auch Branchengrößen wie BlackRock und TPG arbeiten an ähnlichen Modellen.
Experten erwarten, dass die Nachfrage nach solchen Lösungen wächst. „Die Nutzung von Continuation Funds im Private Credit steckt noch in den Kinderschuhen“, sagte Dave Schwartz, Head of Credit Secondaries bei Ares Management. Doch der Markt entwickle sich, da immer mehr Anbieter und Käufer aufeinander abgestimmte Liquiditätslösungen suchten. (DFPA/abg)
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