Geopolitische Unsicherheit und höhere Kreditkosten verändern laut Cushman & Wakefield das Investorenverhalten auf dem europäischen Markt für Gewerbeimmobilien. Während geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Transaktionsaktivitäten verlangsamt haben, bleiben die zugrunde liegenden Fundamentaldaten resilient. Starke Arbeitsmärkte, begrenztes Angebot und anhaltendes Mietwachstum in Prime Assets und A-Standorten.
Der „Cushman & Wakefields TIME Score“, der zyklische Positionierungsindikator für europäische Immobilien-Vermögenswerte, hat im ersten Quartal 2026 minimal auf 3,0 (gegenüber 3,1 – seinem letzten gemessenen Stand im dritten Quartal 2025) nachgegeben. Der Markt befindet sich trotz der minimalen Veränderung weiterhin unverändert in einer Stabilisierungsphase. Der leichte Rückgang spiegelt das engeren Finanzierungsumfeld wider.
Gleichzeitig zeigt der „Fair Value Index“ von Cushman & Wakefield, der die relative Attraktivität der Preisgestaltung in Premium-Büro-, Einzelhandels- und Logistik-Märkten Europas misst, dass 56 Prozent der europäischen Märkte weiterhin unterbewertet sind. Dies unterstreicht das weiterhin geltende Potenzial für Investments.
Der „European Fair Value Index (FVI)“ fiel im ersten Quartal 2026 auf 74 (von 89 im dritten Quartal 2025) und signalisiert damit eine Verringerung des Ausmaßes der Marktunterbewertung in der Region. Zwar bieten europäische Gewerbeimmobilien nach risikoadjustierten Maßstäben weiterhin attraktive Chancen, doch haben sich die Bewertungslücken in einer wachsenden Zahl von Märkten verengt. Die Korrektur wurde durch eine Kombination aus höheren Staatsanleihenrenditen und gedämpfteren Wachstumserwartungen ausgelöst.
„Europäische Märkte bleiben im Großen und Ganzen attraktiv. Je stärker sie sich dem Fair Value annähern, desto wichtiger werden Vertrauen und Überzeugung sowie die richtige Auswahl der Anlageobjekte zu Treibern von Returns”, so Guilherme Neves, Senior Research Analyst, EMEA Forecasting bei Cushman & Wakefield. (DFPA/ljh)
Cushman & Wakefield zählt zu den führenden globalen Immobiliendienstleistern. In Deutschland ist das börsennotierte Unternehmen mit Niederlassungen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München vertreten. Im Jahr 2025 betrug der weltweite Umsatz des Unternehmens 10,3 Milliarden US-Dollar.