16 Unternehmen sind Klima-Vorreiter im DAX. Das ist das Ergebnis der Neuauflage der Klimastudie des Asset Managers Union Investment. Die Analyse zeigt zwar Fortschritte bei wichtigen Klimafragestellungen, gerade beim Thema CO2-Reduktion müssen viele Unternehmen aber noch nachbessern.
„Viele DAX-Unternehmen trotzen dem Gegenwind beim Thema Klima“, sagt Dr. Henrik Pontzen, Chief Sustainability Officer bei Union Investment. Er konstatiert aber auch: „Bei einigen DAX-Unternehmen fehlt es in puncto Klimastrategie deutlich an Anspruch und Umsetzungsbereitschaft. Hier werden wir verstärkt mit unserem Klima-Engagement ansetzen.“
Analysiert wurden die Unternehmen, die im Oktober 2025 im DAX notiert waren. Mit Blick auf die Ambitionen bei der CO2-Reduktion standen die langfristigen Ziele für die gesamte Wertschöpfungskette der Unternehmen im Fokus.
Die Untersuchung zeigt, dass die Transformation der deutschen Wirtschaft weiter voranschreitet – und das in einer Zeit, in der ESG-Themen in der öffentlichen Debatte Gegenwind erfahren. 16 DAX-Unternehmen sind laut der Studie Klima-Vorreiter. Im Vorjahr waren es – mit anderem Studien-Design – noch zwölf. GEA erzielt als DAX-Neuling die maximale Punktzahl und erobert damit die Spitze. Dem Anlagenbauer im Industriebereich gelang es, seine vollständigen CO2-Emissionen im Einklang mit dem 1,5°C-Ziel zu senken – vorbildlich unter Klimagesichtspunkten. Konzerne wie die Deutsche Telekom, Bayer, RWE, Volkswagen und Beiersdorf verteidigten zudem ihre vorderen Ränge. Das spricht für eine stimmige Klimastrategie, die in der Praxis zu nachhaltigen Änderungen im Geschäft führt. Einen Sprung nach vorne machen neben der Deutschen Börse auch Qiagen, Merck KGaA und Zalando. Die vier Unternehmen erzielen über alle Kategorien hinweg gute bis sehr gute Ergebnisse.
Wie 2024 bilden auch dieses Jahr 13 Unternehmen die Nachzügler in Sachen Dekarbonisierung. Die rote Laterne tragen MTU und Scout24 gemeinsam. Speziell Scout24 müsse in den kommenden Jahren bei den Kriterien Anreiz und Reduktion deutlich aufholen. Immerhin erzielt der DAX-Neuling beim Kriterium Ambition die volle Punktzahl. Im hinteren Bereich finden sich mit Brenntag, Hannover Rück und Daimler Truck einige „alte Bekannte“ wieder. „Einige Unternehmen halten am Status quo fest – im Bereich Klimaschutz sind keine nennenswerten Fortschritte zu erkennen. Hier besteht dringender Nachbesserungsbedarf“, fordert Dr. Johannes Kreim, ESG-Analyst bei Union Investment und Co-Autor der Studie.
Reduktionsziele werden ambitionierter
Immerhin geht es beim Thema CO2-Reduktionsziele weiter voran: Elf Unternehmen haben sich über die gesamte Wertschöpfungskette ein so ambitioniertes Ziel inklusive Meilensteinen gesetzt, dass der Pfad schon heute dem deutschen Klimaschutzgesetz (Klimaneutralität bis 2045) entspricht. Vorreiter sind, wie schon im Vorjahr, Mercedes-Benz, die Deutsche Telekom, Merck KGaA, RWE, Symrise, Beiersdorf, Henkel und die Deutsche Börse. (DFPA/mb)
Die Union Asset Management Holding AG (Union Investment) mit Sitz in Frankfurt am Main ist der Anbieter für die Fondsvermögensverwaltung innerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe.