Wer sich mit seinen Finanzen auseinandersetzt, hat Zugang zu einer Vielzahl von Informationsquellen und Entscheidungshilfen. Eine Umfrage im Auftrag der Deka zeigt, dass viele Anleger zur Entscheidungsfindung nur wenige Vertraute hinzuziehen. So verlassen sich 40 Prozent der Befragten auf ihre eigene Einschätzung oder ziehen lediglich eine weitere Meinung hinzu. 23 Prozent treffen ihre Entscheidungen sogar völlig allein.
Dabei zeigt sich: Je älter, desto höher ist der Anteil von Alleinentscheidern. Während es bei den jüngsten Befragten zwischen 18 und 30 Jahren nur 17 Prozent sind, verlassen sich 26 Prozent der 46- bis 64-Jährigen und 29 Prozent der 65- bis 75-Jährigen bei Finanzentscheidungen nur auf sich selbst.
Über alle Altersgruppen hinweg bleibt: Wer sich austauschen möchte, tut dies lieber persönlich. Digitalen Hilfen wie KI und Chatbots werden nur bei neun Prozent der Befragten als Entscheidungshilfe in Betracht gezogen. Selbst bei der digitalaffinen Gruppe zwischen 18 und 30 Jahren rangieren sie mit 16 Prozent nur auf Rang acht.
Junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren beziehen vor allem ihre Eltern in Finanz- und Anlageentscheidungen ein, Väter (36 Prozent) etwas häufiger als Mütter (32 Prozent). Das liegt weit vor dem Anteil, den Partner (20 Prozent/18 Prozent) oder Freunde (21 Prozent/elf Prozent) in dieser Altersgruppe haben. „Die Erfahrung der Eltern kann eine wertvolle Orientierung bieten. Aber: Lebenswege sind heute andere als noch vor 20 Jahren. Deshalb ist wichtig, sich umfassend zu informieren und alle Optionen zu kennen, um eine gute Entscheidung treffen zu können“, so Michael Rosbach, Leiter Vertriebsstrategie und Marktinitiativen der Dekabank. (DFPA/mb)
Die DekaBank ist das Wertpapierhaus der Sparkassen, gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften bildet sie die Deka-Gruppe.