Im Jahr 2025 verzeichnete Deutschland mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen erneut einen Übernachtungsrekord. Getragen wurde diese positive Entwicklung wie schon im Vorjahr laut Hotelwertgutachten des Analyseunternehmens Bulwiengesa und des Asset Managers Union Investment von einer robusten touristischen Nachfrage. Vor diesem Hintergrund hat sich auch der Hotelinvestmentmarkt weiter stabilisiert.
Auch zum Jahresbeginn 2026 entwickelte sich die Übernachtungsnachfrage weiter moderat positiv. Insbesondere die Inlandsnachfrage stieg zuletzt an; die Auslandsnachfrage legte demgegenüber allerdings nur geringfügig zu.
„Für die Hotellerie hierzulande bedeutet dies: Die Nachfragebasis ist weiterhin solide, die operative Entwicklung wird jedoch nicht mehr allein von Nachholeffekten oder Großereignissen getragen“, erläutert Martin Schaller, Leiter Asset Management Hospitality bei Union Investment, die Ergebnisse. Anders als im Jahr 2024, als unter anderem das Messe- und Kongressgeschäft sowie Großevents wie die Fußball-Europameisterschaft die Auslastung der Stadthotellerie deutlich stützten, rückt seit 2025 die nachhaltige Ertragsqualität der Betriebe stärker in den Vordergrund. „Reales Umsatzwachstum, steigende Kosten, differenzierte Standortentwicklungen und die Qualität der Betreiberkonzepte gewinnen damit für die Bewertung von Hotelimmobilien weiter an Bedeutung“, so Schaller.
Das finale Transaktionsvolumen für das Gesamtjahr 2025 belief sich in Deutschland auf rund 1,9 Milliarden Euro und lag damit in etwa auf dem Durchschnittsniveau der Jahre 2020 bis 2024. Gegenüber 2024 wurde damit ein Plus von mehr als einem Drittel erzielt. Getragen wurde der Markt primär von großvolumigen Einzeltransaktionen, die etwa drei Viertel aller Transaktionsabschlüsse umfassten. Zugleich erlebten strategische Portfoliodeals ein Comeback.
Die Spitzenrenditen im deutschen Hotelsegment zeigten sich 2025 gegenüber 2024 insgesamt stabil bis leicht sinkend. Während diese im deutschen Durchschnitt weiterhin bei rund 5,25 Prozent lag, führten die deutlich gestiegene Marktliquidität, größere Transaktionen und die Rückkehr von Core- und Core-plus-Investoren in ausgewählten Toplagen zu einem moderaten Abwärtsruck auf die Spitzenrenditen. (DFPA/mb)
Die Bulwiengesa AG ist ein unabhängiges Marktforschungs- und Beratungsunternehmen in den Themenfeldern Immobilien sowie Standort- und Regionalanalyse.