Nicht erst seit dem Weltwirtschaftsforum in Davos diskutieren Experten die Stabilität des US-Dollars und die langfristige Schuldentragfähigkeit der Zentralbanken. Neben einigen europäischen Pensionsfonds strebt auch der amerikanische Vermögensverwalter Pimco eine stärkere Diversifikation an und hat angekündigt, dafür Bestände in amerikanischen Staatsanleihen zu reduzieren. So heißt es in einem Kommentar der Fürst Fugger Privatbank.
Im Schatten der gängigen Edelmetalle wie Gold oder Silber haben dabei auch die Kurse für Industriemetalle zugelegt. In den vergangenen zehn Jahren waren sie noch stark vom Bauboom und der wirtschaftlichen Entwicklung in China getrieben und mussten entsprechend korrigieren, sagt Andrea Dendorfer, Fondsmanagerin der Fürst Fugger Privatbank: „Heute sehen wir bei Industriemetallen eine Nachfrage von mehreren Seiten. Sie reicht vom erhöhten Materialeinsatz für Rüstung über die Transformation hin zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft bis hin zum Bau großer Data-Zentren für KI-Anwendungen.“
Aufgrund dieser konkurrierenden Nachfrage rücke verstärkt die Verfügbarkeit der Metalle in den Fokus. Dendorfer: „Die Silber-Nachfrage hat zu einem drastischen Rückgang der weltweiten Lagerbestände geführt. Und sie steigt weiter – aber die Minenkapazitäten lassen sich nicht so schnell erhöhen.“ Auch Technologieunternehmen würden Gold und Silber als besonders leitfähige Materialien in der Produktion einsetzen.
Für Dendorfer sei die Nachfrage auch in den Unternehmenszahlen zu sehen: „Minengesellschaften verfügen über sehr stabile Margen und Gewinne. Selbst bei Silber stehen durchschnittlichen Herstellungskosten von etwa 30 US-Dollar pro Unze mittlerweile Verkaufspreise von nahe 110 US-Dollar gegenüber.“ Ganz zu schweigen von Gold: Dort lägen die Herstellungskosten bei rund 1.500 US-Dollar, der Preis für die Feinunze aber schon bei über 5.000 US-Dollar. Und auch der langfristige Ausblick verspreche sehr gute Gewinnmargen der Unternehmen. Daher rät Andrea Dendorfer Anlegern, einen genaueren Blick auf Minenwerte zu werfen. (DFPA/mb)
Die Fürst Fugger Privatbank Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in Augsburg. Die Bank versteht sich als professioneller Finanzdienstleister für alle Anliegen rund um die private Geldanlage vermögender Privatkunden.