Künstliche Intelligenz (KI) hat in Finanzabteilungen den Sprung von der Pilotphase in den produktiven Einsatz geschafft. Inzwischen nutzen drei von vier Unternehmen KI für Planung, Forecasting und Analysen. Bei 71 Prozent erfüllt oder übertrifft die Technologie die Erwartungen an den wirtschaftlichen Nutzen. Entscheidend sind eine belastbare Datenbasis sowie klare Regeln für den Einsatz von KI. Das zeigt die Studie „KPMG Global AI in Finance 2026“ des Wirtschaftsprüfers KPMG International, für die 1.013 Führungskräfte aus 20 Ländern und 13 Branchen befragt wurden.
Unternehmen, die den Einsatz von KI systematisch steuern und dokumentieren, profitierten deutlich stärker von der Technologie. Organisationen, die jederzeit belegen können, wie KI-gestützte Ergebnisse entstanden sind, berichten drei- bis sechsmal häufiger von signifikanten Verbesserungen. 33 Prozent berichten von deutlich weniger Fehlern, bei Unternehmen, die ihre KI-gestützten Finanzprozesse noch nicht ausreichend überwachsen sind es lediglich 6 Prozent.
Viele Unternehmen haben diese Voraussetzungen noch nicht geschaffen. Nur 42 Prozent sind in hohem Maße darauf vorbereitet, KI-gestützte Finanzprozesse so zu dokumentieren, dass Ergebnisse und Entscheidungen jederzeit nachvollzogen werden können. Lediglich 29 Prozent erfassen systematisch, an welchen Stellen KI-Anwendungen scheitern.
KI unterstützt Finanzabteilungen vor allem bei Aufgaben, die fundierte Einschätzungen und schnelle Entscheidungen erfordern. 70 Prozent der Unternehmen berichten von einer besseren Entscheidungsqualität, 71 Prozent von schnelleren Entscheidungen und 64 Prozent von präziseren Prognosen.
Zwischen den Branchen zeigen sich deutliche Unterschiede. Im Bankensektor berichten 71 Prozent der Unternehmen von spürbaren Verbesserungen bei der Genauigkeit von Prognosen, im Gesundheitswesen sind es 44 Prozent. (DFPA/mb)
KPMG ist ein Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen.