DVFA-Monatsfrage Mai: Investment Professionals sehen Folgen des Passivtrends zunehmend besorgt

Ende 2023 überstiegen zumindest in den USA die Volumina passiver Aktienfonds erstmals die der aktiv Verwalteten. In der aktuellen Monatsfrage sollten die Investment Professionals der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) daher angeben, wie sie diese weltweite Entwicklung und deren Folgen einschätzen.

Die Teilnehmer sehen – ohne Mehrfachnennungen – durchaus Gründe gegen passives und für aktives Fondsmanagement, vor allem wegen des höheren Potenzials, langfristig den Markt zu schlagen (Outperformance, 52 Prozent) oder aufgrund des Risikomanagements (33 Prozent). Denn grundsätzlich können aktive Manager schneller und zielgenauer als indexgebundene Fonds auf veränderte Gegebenheiten und Daten reagieren. Insbesondere in engeren, weniger effizienten Märkten oder wenn spezifische Anlagevorschriften einzuhalten sind.

Negative Liquiditätswirkungen befürchtet

Seit mehr als 10 Jahren gilt das Augenmerk auch von Aufsehern wie FSB, BIZ und IWF besonders den Liquiditätswirkungen passiver Anlageformen, gerade in Krisenzeiten. Auch über 40 Prozent der DVFA Investment Professionals erwarten negative Folgen für die Marktliquidität infolge des weltweit gestiegenen passiv verwalteten Vermögens. Immerhin 32 Prozent jedoch nehmen positive Effekte an. Skeptisch gesehen werden vor allem getriggerte „Herdeneffekte“ passiver Fonds, sobald Kauf- und Verkaufsschwellen überschritten werden.

Tendenziell steigende Bedeutung der Fundamentalanalyse erwartet

Sollten durch die passiven Fonds und Produkte die Korrelationen von Einzelwerten steigen, würde Fundamentalanalyse von Investmentbanken, Brokern und Fondsmanagern weniger wichtig. Das sehen 23 Prozent der Teilnehmer so. Fast jeder zweite dagegen (48 Prozent) erwartet eine geringere Markteffizienz und dadurch steigende Bedeutung der Fundamentalanalyse. „Je weniger Geld aktiv gemanagt wird, desto mehr kommt es darauf an, Informationsasymmetrien im Voraus zu erkennen und zu nutzen, gerade für kleinere und mittlere Werte. Es gibt also keinen Grund, den 'Faktor Mensch' im Asset Management abzuschreiben“, schließt Ingo R. Mainert, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DVFA, an die letzte Frage an. „Es war allerdings zu befürchten, dass eine Mehrheit der Investment Professionals die Zunahme passiv gemanagter Fonds eher mit negativen Folgen – höhere Konzentration und Volatilität – verbindet“, kommentiert Mainert die Umfrage.

Die DVFA-Monatsfrage wendet sich an die 1.400 Mitglieder des Verbandes und widmet sich Themen, die in der Finanzbranche diskutiert werden. Die Ergebnisse der Umfrage werden regelmäßig an jedem 2. Dienstag im Monat veröffentlicht. (DFPA/abg)

Die vollständige Auswertung finden Sie hier.

Der DVFA Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management e.V. (DVFA) mit Sitz in Frankfurt am Main ist die Standesorganisation aller Investment Professionals in den deutschen Finanz- und Kapitalmärkten. Für seine über 1.400 Mitglieder aus dem Investment- und Risikomanagement engagiert sich der Verband für die Professionalisierung des Berufsstandes, erarbeitet Standards, fördert den Finance-Nachwuchs und bringt sich in die regulatorische und politische Diskussion ein.

www.dvfa.de

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