Der Asset Manager Generali Investments bleibt bei lokalen Schwellenländer-Anleihen positiv: Guillaume Tresca, Global Emerging Markets Strategist bei Generali Investments, sieht attraktive Carry- und Realrenditepuffer sowie Rückenwind durch Kapitalzuflüsse und Künstliche Intelligenz (KI).
Die Widerstandsfähigkeit, die die Schwellenländer-Anleihemärkte während des Iran-Konflikts bewiesen haben, habe die seit langem vertretene positive Einschätzung bestätigt. Insbesondere in lokalen Anleihen sieht Tresca weiterhin Wertpotenzial. Sie bieten ein prozyklisches Engagement in einem nach wie vor positiven makroökonomischen Umfeld der Schwellenländer, das sich durch eine widerstandsfähige Konjunktur und minimale Wachstumskorrekturen nach dem Iran-Konflikt auszeichnet. Die Bewertungen erscheinen überzeugend.
In der Tat bieten die Zinsen in den Schwellenländern laut Kommentar nach wie vor attraktive Carry- und Realrenditepuffer, und die Märkt dürften die in der Anfangsphase des Iran-Konflikts entstandenen Erwartungen hinsichtlich einer Zinserhöhung weiter zurückfahren. Die Währungen der Schwellenländer notieren nach der Fed-Sitzung im Juni zuletzt schwächer. Dennoch sprechen Bewertungs- und Diversifizierungsargumente weiterhin dagegen, die jüngste Dollarstärke zu extrapolieren.
Auch die technischen Faktoren sprechen laut Tresca für lokale Anleihen: Der Anteil ausländischer Investoren sei im historischen Vergleich nach wie vor gering, während neue Kapitalzuflüsse zunehmen. Zu guter Letzt stelle das KI-Narrativ einen weiteren positiven Treiber für die lokalen Märkte der Schwellenländer dar, von dem nordasiatische Exporteure und Rohstofflieferanten profitieren. Hohe Handelsüberschüsse, insbesondere in Nordasien, werden in die inländischen Rentenmärkte zurückgeführt. (DFPA/mb)
Generali Investments ist der Kapitalanlagezweig der Generali Group, einem der weltweit größten Akteure im Bereich Versicherungen und Vermögensverwaltung.