Deutschland steht in den kommenden Jahren vor einer der größten Erbschaftswellen seiner Geschichte, aber viele Bürger sind darauf immer noch unzureichend vorbereitet: Insgesamt 69 Prozent räumen ein, nicht zu wissen, dass bestimmte Fondspolicen gezielt zur Nutzung von Steuerfreibeträgen bei Erbschaften und Schenkungen eingesetzt werden können. Nur etwa jeder Fünfte kennt diese Möglichkeiten (21 Prozent). Dies zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Liechtenstein Life vom April 2026.
Befragt wurden 2.500 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger, die noch nicht in Rente sind. Die Ergebnisse machten deutlich, dass bei der Vermögensübertragung Informations- und Beratungsbedarf besteht. Vermittler könnten dabei eine wichtige Rolle spielen. Sogenannte Generationenversicherungen oder Wealth-Tarife könnten dazu genutzt werden, Vermögen gezielt zu übertragen und dabei Potenziale zur steuerlichen Optimierung voll auszunutzen. Allerdings sei diese Möglichkeit bislang nur wenigen Verbrauchern bekannt. Beim Wissensstand zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen: Während mit rund 35 Prozent überdurchschnittlich viele 18- bis 29-Jährige diese Möglichkeiten kennen, liegt der Anteil bei den 40- bis 49-Jährigen nur bei 13 Prozent. Ab einem Alter von 50 Jahren steigt er wieder an.
Mit Bezug auf die in der Politik angedachte Reform der Erbschaftsteuer überwiegt die Skepsis gegenüber den zu erwartenden persönlichen Vorteilen. Knapp die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass die diskutierten Reformen – zum Beispiel ein lebenslanger Freibetrag in Höhe von einer Million Euro – keine positiven Auswirkungen auf die persönliche Situation haben werden (49 Prozent), während rund ein Drittel mit Vorteilen rechnet (32 Prozent). Nahezu jeder fünfte Befragte bleibt bei der Bewertung unentschlossen.
Zugleich fühlen sich viele Menschen unsicher beim Thema Vermögensübertragung. So geben rund 35 Prozent an, in Fragen des Erbens und Schenkens einen sehr hohen oder eher hohen Beratungsbedarf zu haben. 29 Prozent der Befragten schätzen ihren persönlichen Bedarf nach Unterstützung eher gering ein, 27 Prozent sehen für sich gar keinen Beratungsbedarf. Weitere neun Prozent können nicht einschätzen, inwiefern sie Unterstützung benötigen. (DFPA/mb)
Liechtenstein Life Assurance AG (LLA) ist eine seit 2008 international operierende und unabhängige Versicherungsgesellschaft mit Hauptsitz in Ruggell (Liechtenstein). Kernmärkte sind die Schweiz/Liechtenstein, Österreich und Deutschland. Die LLA gehört zur digitalen Finanzgruppe the prosperity company.