Die globale Geburtenrate ist einer Studie zufolge erstmals unter das Bestandserhaltungsniveau gefallen. Die Weltbevölkerung könnte bereits in den 2050er-Jahren ihren Höhepunkt erreichen und anschließend schrumpfen. Für Wirtschaft und Altersvorsorge dürfte der demografische Wandel weitreichende Folgen haben, so Hinnerk Breuer, Geschäftsführer der Fundatis Investment Management GmbH.
Die Welt steht vor einer demografischen Zäsur. Eine Untersuchung von Ökonomen der University of Pennsylvania und der Northwestern University kommt zu dem Ergebnis, dass die globale Geburtenrate erstmals in der bekannten Menschheitsgeschichte unter das Bestandserhaltungsniveau gefallen ist. Die Autoren sprechen von einer demografischen “terra incognita”. Ihren Berechnungen zufolge könnte die Weltbevölkerung bereits in den 2050er-Jahren ihren Höchststand erreichen und danach zurückgehen.
Bemerkenswert ist dabei, dass die sinkende Fertilität längst nicht mehr auf wohlhabende Industrienationen beschränkt ist. Auch einkommensschwächere Länder sind zunehmend betroffen. Einen Mechanismus, der die Geburtenrate automatisch wieder auf ein höheres Niveau zurückführt, konnten die Forscher nicht feststellen.
Für die Wirtschaft hat diese Entwicklung erhebliche Konsequenzen. Eine schrumpfende und alternde Erwerbsbevölkerung begrenzt das langfristige Wirtschaftswachstum, weil weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Zwar können Produktivitätssteigerungen einen Teil dieses Effekts ausgleichen, vollständig kompensieren dürften sie ihn jedoch nicht. Japan zeigt bereits heute, welche Herausforderungen mit diesem Übergang verbunden sind.
Besonders unter Druck geraten umlagefinanzierte Rentensysteme. Wenn die Zahl der Erwerbstätigen sinkt und gleichzeitig die Zahl der Ruheständler steigt, verschärft sich der Verteilungskonflikt zwischen den Generationen. Kapitalgedeckte Modelle und kosteneffiziente Anlagelösungen gewinnen damit aus Breuers Sicht an Bedeutung: „Besonders in der institutionellen Vermögenssteuerung kommt es auf eine breit diversifizierte Portfoliokonstruktion und eine erstklassige Fondsselektion an, die es uns ermöglicht, ein sehr attraktives Rendite-/Risikoprofil zu erzielen”, so Breuer.
Die zunehmende demografische Divergenz zwischen einzelnen Regionen spricht zudem für eine breite internationale Diversifikation. Neben Aktien und Anleihen können deshalb Immobilien, Infrastruktur, Private-Equity-nahe Strategien und Absolute-Return-Konzepte zur Stabilisierung eines Portfolios beitragen. (DFPA/abg)
Die vollständige Demografie-Studie finden sie hier.
Die in 2022 gegründete Fundatis Investment Management GmbH ist eine in Düsseldorf ansässige, unabhängige Investment- und Beratungsgesellschaft mit dem Fokus auf institutionelle Vermögensverwaltung und kapitalmarktorientierte Investmentlösungen. Die Geschäftstätigkeit umfasst Fonds-Advisory, Asset-Allocation-Konzepte, Fondsselektion sowie die Beratung institutioneller und privater Anleger. Ein Schwerpunkt liegt auf der Betreuung von Multi-Asset-Strategien und der Entwicklung breit diversifizierter Vermögensportfolios, die institutionelle Anlagelogiken abbilden und Anlegern den Zugang zu traditionellen sowie schwer zugänglichen Assetklassen ermöglichen.